Fliedner: Angebote für Menschen mit Behinderung

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Lintorf. Anfang Mai war Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Auch im Fliedner-Krankenhaus werden die Bestrebungen geteilt, ein inklusives Miteinander voranzutreiben und Menschen mit Behinderungen nicht zurückzulassen. Daher ist die Einrichtung eines von zwölf Mitgliedern im Zweckverband der katholischen Behandlungs- und Betreuungseinrichtungen im Rheinland.

Das Fliedner-Krankenhaus ist langjähriges Mitglied im Zweckverband der katholischen Behandlungs- und Betreuungseinrichtungen im Rheinland und hält selbst Angebote für Menschen mit Behinderungen bereit. Die Einrichtung engagiert sich im Projekt DAGBE innerhalb der Theodor-Fliedner-Stiftung. Gemeinsam mit anderen Partnern durchgeführte Projekte wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. Das Projekt „Demenzarbeit bei geistiger Behinderung“ bringt Experten aus unterschiedlichen Richtungen zusammen. Die Strömungen von Psychiatrie, Heilerziehungspflege und Altenpflege verschwimmen, die einen sind Experten für die Ansprüche von Menschen mit Behinderungen, die anderen in der Demenzarbeit – umgekehrt ist dies jedoch nicht zwingend der Fall. Das Projekt führt verschiedene Professionen in einer Wohngruppe im Fliedner-Dorf in Mülheim an der Ruhr zusammen.

Auch im Fliedner in Lintorf gibt es Angebote für Menschen mit einer geistigen Behinderung. In der Spezialambulanz besteht die Gelegenheit einer Sprechstunde. Dies sei wichtig, denn Menschen mit einer geistigen Behinderung erkranken drei bis vier Mal häufiger an einer psychischen Störung. Anlässlich des Protesttages solidarisiert sich das Fliedner-Krankenhaus mit den Mitgliedseinrichtungen des Zweckverbandes und macht auf die Unklarheiten im Bundesteilhabegesetz aufmerksam. „Es gilt schon jetzt, den Finger in vermeintliche Wunden zu legen und auf Risiken und Gesetzeslücken hinzuweisen wie die unklare Finanzierung von Beratungs- und Betreuungsmodellen“, so ein Vertreter der Mitgliedseinrichtungen.

Die zwölf Mitgliedseinrichtungen des Zweckverbandes der katholischen psychiatrischen Behandlungs- und Betreuungseinrichtungen im Rheinland sind mit ihren Angeboten an 80 Standorten in 34 Städten und Gemeinden präsent. Mit mehr als 7300 Mitarbeiter betreuen sie kontinuierlich mehr als 6200 Menschen mit Behinderung mit vielfältigen Angeboten rund um Wohnen, Arbeit, Freizeit und Tagesstruktur sowie mehr als 112.000 medizinisch ambulant, teilstationär und stationär behandelte Patienten.

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