Filmmuseum zeigt vier Filme Niklaus Schillings

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Düsseldorf. Das Filmmuseum, Schulstraße 4, widmet sich im Oktober mit vier zentralen Werken dem innovativen Regisseur Niklaus Schilling. Als wichtiger Impulsgeber für das deutsche Kino traf er mit seinen Filmen stets den Nerv der Zeit. Das Filmmuseum zeigt zwei seiner Filme in der neu restaurierten Fassung. Im Vorprogramm werden Kurzfilme von Rudolf Thome, Marran Gosov und Martin Müller gezeigt, für die er die Kamera führte.

Niklaus Schilling – geboren 1944 in Basel – wächst in einer Schweizer Grenzstadt auf. Den Blick schon immer auf den deutschen Nachbarn gerichtet, verlässt er 1965 sein Heimatland und trifft schließlich auf die “Münchner Gruppe”. Lemke, Thome, Spils, Gosov und Straub heißen die Regisseure, für die er die Kamera führt, bevor er seinen ersten eigenen Film “Nachtschatten” (1971) realisieren kann. Schon bald zählt er zu den bekanntesten Vertretern des Neuen Deutschen Films. Auf künstlerisch hohem Niveau schwelgt Schilling zwischen den Genres, indem er gekonnt ihre Muster kombiniert. Stets schwingen deutsche Befindlichkeiten und Mythen mit. Die deutsche Geschichte begreift er als einen “riesigen Steinbruch von Bildern”, der ihn “auf abstoßende Weise” fasziniert – daraus entwickelt er eine neue Definition des Heimatfilms.

Schilling ist nicht nur auf formaler Ebene ein Grenzgänger. Auch inhaltlich verhandelt er immer wieder die Motive “Grenze” und “Bewegung”. So auch in “Rheingold” (1977), der seinen endgültigen Durchbruch bedeutet. Technischen Innovationen ist er stets aufgeschlossen: “Der-Willi-Busch-Report” (1979) ist der erste deutsche Spielfilm, in dem die Steadycam eingesetzt wird.

Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

 

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