Filmdokumentation über Gerhard Richter

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Ratingen. Am Sonntag, 2. Dezember, wird in der „Kunstzeit“ der Freunde und Förderer des Museum Ratingen im Kino, Lintorfer Straße 1, die Dokumentation „Gerhard Richter Painting“ von Corinna Belz. Der Einlass zur Filmvorführung  beginnt um 10.30 Uhr mit einem Glas Sekt im Foyer des Kinos, der Film startet um 11 Uhr.

Anschließend lädt der Förderverein ab 13 Uhr zu einem Mittagsimbiss ins Museum, Grabenstraße 21, ein. Die Karten für die Filmmatinee, einschließlich des Sektempfangs und dem Mittagsimbiss, kosten 15 Euro. Sie sind im Vorverkauf im Kino und im Museum ab sofort erhältlich. Verfügbare Restkarten werden an der Tageskasse verkauft.

Der Künstler Gerhard Richter öffnete der Filmemacherin Corinna Belz für den Dokumentarfilm im Frühjahr und Sommer 2009 sein Atelier, in dem er an einer Serie großer abstrakter Bilder arbeitete. In dem Dokumentarfilm erlaubt der Künstler der Kamera eine ungewöhnliche Nähe. Der Film zeigt die Arbeit im Atelier nicht nur als einen Malprozess, sondern auch als einen sehr persönlichen, spannungsgeladenen Schaffensprozess. In hoch konzentrierten Einstellungen wird sichtbar, wie Richter malt, wie er seine Bilder betrachtet und beurteilt, wie er überlegt, abwartet, verwirft, überarbeitet, manchmal auch zerstört und neu beginnt.

Gerhard Richter ist einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. Er war von 1971 bis 1993 Professor für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine Arbeiten gehören zu den wertvollsten auf dem Kunstmarkt.

Richter begann seine künstlerische Laufbahn an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Dresden. 1961 gelang ihm die Flucht in den Westen, wo er sich zunächst in mehreren Gattungen der Malerei erprobte. Richters Werk ist vor allem aus dem Konflikt der Malerei mit der Fotografie um das künstlerische Leitmedium entstanden, wobei er in seinem Gesamtwerk stets an der Malerei festhielt und deren Grenzen auslotet.

Aufmerksamkeit erregte der Künstler mit Serien von verschwommen wirkenden Motiven, die kaum noch Bezüge zu fotografischen Vorlagen zeigen. Richter setzte sich in diesen Werkreihen mit brisanten Episoden der Deutschen Geschichte auseinander, wie dem Zweiten Weltkrieg oder den 1968er Jahren. Ebenso populäre Werke Gerhard Richters sind abstrakte Gemälde, in denen buntflächige, offene Farbräume mit komplexen Strukturen verwoben werden. Durch den Einsatz eines Rakels brachte er das Element des Zufalls mit in den malerischen Prozess ein, wie auch im Dokumentarfilm von Corinna Belz zu erkennen ist.

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