Feuerwehr: Dritter Einsatztag wegen Unwetter

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Ratingen. Auch am Freitag gönnte das Wetter den beruflichen und ehrenamtlichen Helfern der Feuerwehr keine Verschnaufpause. In den Morgenstunden einsetzender heftiger Regen sorgte erneut für überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller. Bedingt durch die vollkommen durchnässten Böden flossen sehr schnell große Mengen Regenwasser in Kanalisation und Bäche und brachten diese teils erneut an die Kapazitätsgrenze. Sehr frühzeitig wurde die Feuerwehr in den „Ausnamezustand“ versetzt. Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr verstärkten bis in die Mittagsstunden die Kräfte der Berufsfeuerwehr und stellten die schnellstmögliche Hilfe für betroffene Bürger sicher.

Der Hauptteil des Regengebietes zog zwar südlich an Ratingen vorbei; an Durchatmen war dennoch nicht zu denken, zahlreiche überflutete Keller waren vor allem im nord-westlichen Stadtgebiet zu verzeichnen. Darüber hinaus musste nach den vergangenen einsatzreichen Tagen dringend notwendige Wartungs-, Reinigungs- und Reparaturarbeiten an eingesetzten Fahrzeugen und Geräten durchgeführt werden.

Weiterhin waren intensive Kontrollen der noch immer stark angestiegenen Wasserläufe des Schwarzbach und der Anger erforderlich. Hierbei wurde ein weitgehend verstopfter Brückendurchfluss am Schwarzbach entdeckt. Durch einen Bagger der Stadt Ratingen konnte diese gefährliche Situation schnell beseitigt werden.

Während die Lage in Ratingen sich gegen Mittag nach und nach normalisierte, ergab sich ein neuer Gefahrenschwerpunkt im südlichen Kreis Mettmann. Mehrere über die Ufer getretene Gewässer in Langenfeld führten zur Anforderung überörtlicher Unterstützung durch die dortige Feuerwehr. Als Sofortmanahme wurden in Nachbarschaftshilfe durch die Ratinger Kräfte mehrere Container mit Sandsäcken aus dem eigenen Bestand angeliefert und weiterre mittels Wechselladerfahrzeugen aus Velbert und Düsseldorf abgeholt. Da der Bedarf an Sandsäcken hierdurch jedoch noch immer nicht gedeckt war, wurde am Abend auf einem Gelände des Städtischen Bauhofes in Lintorf ein Sandsackabfüllplatz eingerichtet. Auf diesem wurden innerhalb kurzer Zeit etwa 3000 Sandsäcke für den Einsatz in Langenfeld befüllt und in bereitstehende Container verpackt.

Foto: Feuerwehr

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