Festnahmen nach Geldautomatensprengung

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Lintorf. Am frühen Donnerstagmorgen, 15. September, gegen 4.50 Uhr wurde die Polizei von Anwohnern der Speestraße und nahezu gleichzeitig von einem Sicherheitsunternehmen über eine Explosion an einem Geldinstitut informiert. Anwohner berichteten von mehreren maskierten Männern, die unmittelbar nach der Explosion auf zwei Motorrollern vom Tatort flüchteten. Sofort wurden groß angelegte polizeiliche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, an denen neben Kräften der gesamten Kreispolizei und aus Nachbarbehörden auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war.

Während erste Polizeikräfte daraufhin auch sehr schnell am Tatort erschienen und dort in einem Vorraum der Bank die offenbar erfolgreiche Sprengung eines Geldautomaten feststellten, erreichte die Polizei ein weiterer wichtiger Zeugenhinweis. Eine Hinweisgeberin hatte auf der Krummenweger Straße beobachtet, wie ein Motorroller einen Zusammenprall oder einen Beinaheunfall mit einem Fußgänger hatte. Der Motorroller, begleitet von einem zweiten Roller, flüchtete. Der beteiligte Fußgänger blieb bisher leider unbekannt.

Wiederum nahezu gleichzeitig, nur wenige Minuten nach fünf Uhr, erhielt die Polizei einen weiteren entscheidenden Zeugenhinweis von der Jahnstraße. Ein Zeuge hatte dort zwei verdächtige Motorroller beobachtet, besetzt mit mehreren Personen, die unbeleuchtet ankamen und in einer Garage des dortigen Allwetterbades verschwanden, die dann von innen verschlossen wurde. Dieses Objekt wurde daraufhin unverzüglich von Polizeikräften umstellt. Nach dem schnellen Eintreffen angeforderter Sondereinsatzkräfte wurden die in der Garage vermuteten Straftäter vom Sprecher einer Verhandlungsgruppe angesprochen und zum Verlassen der Räumlichkeiten aufgefordert. Dieser Aufforderung folgten drei 22- bis 25-jährige aus den Niederlanden stammende Tatverdächtige. Sie wurden widerstandslos festgenommen und der Kriminalpolizei übergeben. In der Garage fand die Polizei die zwei Motorroller, wie auch weitere Tatmittel und die Beute aus der Geldautomatensprengung auf. Sicherstellungen wurden durchgeführt, Maßnahmen zur Spurensicherung veranlasst.

Nur wenige Minuten nach diesem Festnahmeerfolg erreichte die Polizei dann aber noch ein weiterer, ebenfalls entscheidender Hinweis von Zeugen. Diese meldeten, dass in einem nahegelegenen Wohngebiet an der Mühlenstraße zwei verdächtige Männer offenbar schon längere Zeit mit zwei niederländischen Autos auf irgendetwas warten würden. Zu diesem Ort entsandte Einsatzkräfte trafen dort auf die Fahrzeuge und Personen. Die zwei 18- und 24-jährigen, ebenfalls aus den Niederlanden stammenden Männer, wurden mit dringendem Tatverdacht festgenommen, ihre beiden Autos sichergestellt.

Die umfangreichen Ermittlungen zur Tat, die Vernehmungen von Tatverdächtigen und Zeugen sowie Maßnahmen zur Spurensicherung und -auswertung an Tat- und Festnahmeorten sowie auf den Fluchtwegen der Straftäter, dauern derzeit weiter an. Dabei werden die örtlichen Kriminalisten aus dem Kreis Mettmann von Ermittlern der Ermittlungskommission (EK) Heat des Landeskriminalamtes NRW (LKA) aktiv unterstützt.

Landrat Thomas Hendele, schon sehr früh über das Einsatzgeschehen und dessen Verlauf fortlaufend informiert, zeigt sich höchst erfreut über die hervorragende Zusammenarbeit aller an diesem großen Erfolg beteiligten Einsatzkräfte, vergisst dabei aber nicht die besondere Rolle entscheidender Hinweise aus der Bevölkerung. Er betont deshalb ausdrücklich: „Unser ganz besonderer Dank gilt in diesem Fall den besonders aufmerksamen und vorbildlich handelnden Zeugen, die mit Ihrem Engagement diesen schnellen Festnahmeerfolg der Polizei erst möglich machten!“

Archivfoto: Polizei

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