Familienunternehmer und der Brexit

Werbung

Düsseldorf. Das Interesse war groß: Fast 60 Unternehmer diskutierten bei der Düsseldorfer Privatbank Hauck und Aufhäuser, welche politischen und ökonomischen Konsequenzen hat der Austritt Großbritanniens aus der EU, besser bekannt als „Brexit“ haben wird. Eingeladen hatte der Wirtschaftsverband Die Familienunternehmer und die Privatbank.

In seiner Begrüßungsrede wies Marco van der Meer, Regionalvorsitzender von der Familienunternehmer, auf die Bedeutung  mittelständischer Familienunternehmen für die heimische Wirtschaft hin. Etwa ein Drittel der „Hidden Champions“ weltweit kämen aus Deutschland – die ökonomischen Rahmenbedingungen hätten sich in den letzten Jahren allerdings drastisch verschlechtert. Schuld seien unter anderem viel zu hohe Strompreise als Folge der Energiewende. Auch angesichts des drohenden Brexits würden sich die Familienunternehmer konsequent für eine Entlastung des Mittelstands einsetzen.

Thomas Kleffmann, Niederlassungsleiter bei Hauck und Aufhäuser in Düsseldorf und Leiter Private Banking Deutschland, beleuchtete die wirtschaftlichen Verflechtungen von Deutschland und Großbritannien, die ein Handelsvolumen von 121 Milliarden Euro aufweisen. „Der Brexit stellt eine echte Bedrohung für zahlreiche deutsche Unternehmen dar“, bilanzierte der diplomierte Ökonom. Mit der These, die einzig praktikable Brexit-Lösung sei ein vollständiger Verzicht auf Zölle zwischen der EU und Großbritannien, löste Burkhard Allgeier, Chief Investment Officer und Geschäftsführer der H&A Global Investment Management GmbH, eine lebhafte und kontroverse Debatte aus. „Quo vadis Brexitannia“ lautete der Titel seines Vortrags, in dem er bewusst „gegen den Mainstream“ argumentierte. Allgeier: „Keine Zölle sind besser als irgendwelche Zölle!“ Seinen Vorschlag „Brexit als Chance für den Freihandel“ bezeichnete er als eine „sinnvolle“ Lösung für das Vereinigte Königreich. Mit einem Flying Dinner klang die Veranstaltung aus.

Foto: privat

Werbung