Falschparker behindern Feuerwehreinsatz

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Düsseldorf. Am Donnerstagmorgen rückte die Feuerwehr Düsseldorf nach Bilk aus, da Nachbarn Hilferufe aus einer Wohnung wahrgenommen hatten. Bei der Einfahrt der Drehleiter in die Straße war kein Weiterkommen mehr möglich, da zwei falschgeparkte Autos das Rettungsgerät behinderten. Der hilflosen Patienten konnte trotzdem schnell geholfen werden, ein anschließender Transport ins Krankenhaus war nicht notwendig. „

„Wir hören Hilferufe aus einer Wohnung bei uns auf der Straße“, meldeten Anrufer am Donnerstagmorgen dem Leitstellendisponenten der Feuerwehr. Sofort schickte der Feuerwehrmann Einsatzkräfte der Feuerwache Hüttenstraße sowie einen Rettungswagen der Wache Fürstenwall nach Bilk. Als diese wenige Minuten später versuchten, von der Uedesheimer Straße rechts in die Norfer Straße einzubiegen, war für die Drehleiter die Fahrt beendet. Zwei Autos waren beidseits in der Kurve zur Norfer Straße geparkt, sodass das Passieren selbst für den deutlich kleineren Rettungswagen nur mit einiger Zeitverzögerung möglich war.

Die Besatzung des ebenfalls alarmierten Kleineinsatzfahrzeuges konnte sich indes Zugang zu der Wohnung im Obergeschoss verschaffen. Schnell kam von hier die Entwarnung, dass die Drehleiter in dem Fall nicht mehr benötigt wurde. Mittels eines Dietrichs konnten die Haustür und die Wohnungstür geöffnet werden. Der Rettungsdienst kümmerte sich sofort um die ältere Frau. Ein anschließender Transport war nicht notwendig.

Die Drehleiter jedoch kam weder vor noch zurück. Rund 100 Meter von der eigentlichen Einsatzstelle entfernt musste die Besatzung auf das Eintreffen der hinzugerufenen Polizei warten, die gegen die beiden Falschparker ein Ordnungswidrigkeitenverfahren einleitete. Eine Halterin der beiden Fahrzeuge tauchte zu der Zeit auf und begründete ihr Verhalten mit den Worten: „Ich steh doch immer so hier.“ Erst nach einer Viertelstunde konnten die Feuerwehrleute das rund zehn Meter lange und zweieinhalb Meter breite Fahrzeug der Feuerwehr wieder befreien und den Rückweg zur Wache antreten.

Die Feuerwehr Düsseldorf weist in dem Fall erneut daraufhin, dass in den Straßen immer genügend Platz gelassen werden muss für die Rettungskräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Vor allem Einsatzfahrzeuge wie Drehleitern oder Löschfahrzeuge sind Lastwagen und haben auch die entsprechenden Abmessungen. Gerade in den Abend- oder Nachtstunden kommt es immer wieder zu Behinderung der Einsatzkräfte. Meist ist keine ausreichende Durchfahrtsbreite vorhanden oder die Fahrzeuge sind in Kurven abgestellt. Auf einer geraden Strecke braucht die Feuerwehr mindestens drei Meter – in Kurven deutlich mehr – Platz.

Foto: Feuerwehr Düsseldorf

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