Faire Woche im Weltladen Lintorf

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Lintorf. Trotz Corona machen Weltläden, Schulen, kirchliche Initiativen, Supermärkte, Gastronomiebetriebe und viele weitere in den kommenden Tagen in der Fairen Woche vom 11. bis 25. September auf den Fairen Handel aufmerksam. Der Weltladen im Pfarrhaus der evangelischen Kirche am Konrad-Adenauer-Platz beteiligt sich auch daran.

Der Weltladen Lintorf möchte während der Fairen Woche mit einer Plakatwand seine Besucher auffordern, zu überlegen, was jeder einzelne zu einem guten Leben für alle beitragen kann. Als Anregung gibt es für jeden ein Rezeptheft mit Ideen aus dem Fairen Handel.

Daneben unterstützt das Weltladenteam mit einer Unterschriftenaktion die Forderung nach einem Lieferkettengesetz. Große Unternehmen sollen dazu verpflichtet werden, in ihren weltweiten Lieferketten soziale und ökologische Mindeststandards zu beachten. Bislang sind die Unternehmen ihrer Verantwortung nicht ausreichend nachgekommen.

Ab dem 11. September ist auch die Ratinger-Fair-Trade-Kinderschokolade im Weltladen erhältlich. Die Schokoladenverpackung wurde im Rahmen des Jugendkulturjahres gestaltet.

Bis Ende September können im Weltladen noch gebrauchte Handys zugunsten der missio-Schutzengelaktion abgegeben werden, ebenso im evangelischen Gemeindebüro, Am Bleibergweg 78 sowie im Aktivtreff 60plus, Krummenweger Straße 1.

Unter dem Motto „Fair statt mehr“ beschäftigt sich die Aktionswoche in diesem Jahr mit der Frage, was es für ein gutes Leben braucht und was der Faire Handel zu einer nachhaltigen Lebensweise beiträgt. Die Faire Woche wird veranstaltet vom Forum Fairer Handel e.V. in Kooperation mit TransFair und dem Weltladen-Dachverband.

Der tägliche Blick in die Zeitung macht mehr als deutlich, dass die derzeitigen Produktions- und Konsummuster alles andere als nachhaltig sind. Mehr als eine Milliarde Menschen leiden unter Hunger und Armut, Klimawandel und Artensterben gefährden unsere Lebensgrundlage und wachsende soziale Spannungen bedrohen in vielen Ländern die Demokratie. Die Corona-Pandemie verdeutlicht eindringlich, wie brüchig und ungerecht unsere scheinbar heile Welt war. Die globalen Lieferketten und weltweiten Handelsstrukturen haben schon vor Corona viele Menschen im globalen Süden im Elend gelassen.

Seit 50 Jahren sorgt der Faire Handel zum Beispiel mit höheren Erlösen für die Produzierenden sowie mit verlässlichen Handelsbeziehungen dafür, dass auch die Menschen am Anfang der Lieferketten ein gutes Leben haben können. Er stellt den Menschen in den Mittelpunkt, nicht den Profit.
„Gutes Leben für alle – was kann ich tun?

Der Weltladen ist geöffnet mittwochs 16 bis 18 Uhr, freitags 10 bis 12 Uhr und samstags 10 bis 13 Uhr.

Foto: privat

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