„Fair-o-mat“ im Museum in Betrieb

Werbung

Ratingen. Eine gute Nachricht zu einem schönen Anlass: „Wir eröffnen heute nicht nur einen Fair-Trade-Snackautomaten im Museum der Stadt, sondern feiern auch die Einreichung der Bewerbung Ratingens als Fairtrade-Town“, verkündete jetzt der Beigeordnete Harald Filip. Einige Besucher waren gekommen, um sich bei Erdbeerschokolade, Sahnebonbons und knackigen Maniok-Chips aus dem neuen stromfrei betriebenen Snackautomaten über den Fairen Handel und die Umsetzung des Projekts Fairtrade-Town in Ratingen austauschen.

Die Idee für einen solchen Snackautomaten kam den beiden Gründern der kleinen Fair-o-mat GbR, als sie sich angesichts eines konventionellen Snackautomaten auf einem Bahnsteig fragten, warum es in diesem keine Snacks aus dem Fairen Handel gab. Die beiden Bastler aus Castrop-Rauxel beschlossen, einen ressourcenschonenden Snackautomaten aus recycelten Geräten herzustellen, der einerseits nur Fair-Trade-Snacks beinhalten und andererseits ab dem Zeitpunkt der Aufstellung kohlendioxid-neutral arbeiten sollte. Das wurde erreicht durch einen stromfreien rein mechanischen Betrieb, der ohne Kühlung und Münzwechsler auskommt.

Ein solcher Snackautomat für Fair-Trade-Produkte wurde nun im Museum der Stadt Ratingen aufgestellt. „Der Snackautomat wird sehr gut angenommen und bietet eine gute Ergänzung unseres Museumscafés, in dem wir schon lange Kaffee aus dem Fairen Handel anbieten. Wir freuen uns, dass wir hiermit auch zur Bewerbung Ratingens als Fairtrade-Town beitragen“, so Museumsleiterin Alexandra König.

„Zufällig erhielt ich die letzte Bestätigung, die noch für die Erreichung der Kriterien notwendig war, am 1. Juni, also exakt ein Jahr nach dem Projektstart. Es ist toll zu sehen, dass wir jetzt schon in vielen Bereichen die Kriterien übererfüllt haben und das bereits starke entwicklungspolitische Engagement vieler Ratinger neuen Aufwind bekommen hat“, freut sich Lena Steinhäuser, Projektkoordinatorin bei der Stadt Ratingen.

Das Thema Fairer Handel langfristig und selbstverständlich in die unterschiedlichen Bereichen zu integrieren, die auch bei den Bewerbungskriterien angesprochen werden, wird eine der wichtigsten Herausforderungen sein. Da schon jetzt viele den Fairen Handel unterstützen und neue Akteure sowie viele Vereine, die in der Kampagne „Fairtrade-Towns“ das Thema in ihren Vereinsalltag integrieren möchten, ist Lena Steinhäuser aber zuversichtlich, dass die angestrebte Auszeichnung nicht gleichbedeutend mit einem Abflauen der Aktivitäten sein wird, sondern zu weiterem Schwung beiträgt.

Weitere Information unter Fair-o-mat.de und Fairtrade Towns.

Foto: Stadt Ratingen

Werbung