Evangelische Gemeinde beherbergt Flüchtlingsfamilie

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Breitscheid/Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann. Die Evangelische Kirchengemeinde Linnep beherbergt seit Montag, 14. März, eine dreiköpfige Familie aus der Ukraine. Sie hatte eine Wohnung für die Familie organisieren können. Mutter, Großmutter und Kind haben den Krieg in Kiew erlebt, die Angriffe in U-Bahnhöfen überstanden und sind schließlich geflohen. Ihre Ehemänner mussten in der Ukraine bleiben.

In Breitscheid angekommen haben sie das erste Mal seit Ausbruch des Krieges wieder richtig geschlafen. „Eigentlich machen wir gar nichts Besonderes“, sagt dazu Matthias Weber-Ritzkowsky, der Gemeindepfarrer der Kirchengemeinde. „Viele in der Gemeinde beherbergen auch geflohene Ukrainer. Und die Hilfsbereitschaft der Leute im Ort ist überwältigend. Wenn eine der gastgebenden Familien etwas für die Flüchtlinge braucht, dauert es oft keinen Tag, bis es in Breitscheid organisiert ist.“

So bemüht sich die Kirchengemeinde auch darum, die nun gerade ankommenden Kriegsflüchtlinge miteinander in Kontakt zu bringen. Dabei geht es um den Austausch von Information. Denn viele machen sich Sorgen um Verwandte in der Ukraine. Es ist damit zu rechnen, dass der Strom der Menschen, die in den Kreis Mettmann kommen, über lange Zeit noch zunehmen wird. Experten rechnen mit der größten Flüchtlingskatastrophe seit Ende des Zweiten Weltkrieges.

Dazu Pfarrer Matthias Weber-Ritzkowsky: „Wir werden einen langen, sehr langen Atem brauchen. Ich bin aber allen, die hier zusammenstehen und ohne große Worte einfach helfen, unendlich dankbar.“