Essener Philharmoniker: Tschaikowskis 4. Sinfonie

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Essen. Eine Uraufführung und zwei berühmte Werke der russischen Romantik bilden einen spannenden Kontrast im siebten Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker. Am Donnerstag, 8. Februar, und Freitag, 9. Februar um jeweils 20 Uhr in der Philharmonie Essen steht ein Musiker des Orchesters ganz besonders im Mittelpunkt: Solo-Cellist István-Alexander Gaal wird das Cellokonzert „Prayer for Rain“ von Boris Gurevich erstmals aufführen.

Gurevich ist Pianist am Aalto-Theater und hat Gaal sein neues Werk gewidmet. Das Gebet „Prayer for Rain“ („Tefilat geshem“) gehört zur jüdischen Liturgie (Laubhüttenfest) und drückt die Dankbarkeit der Menschen für den gottgesandten Regen aus; so ist dieses Werk als Allegorie für die Erfüllung eines lang ersehnten Wunsches zu sehen. Weitere Werke an diesem Abend sind neben Michail Glinkas schwungvoller Ouvertüre zur Oper „Ruslan und Ludmilla“ Pjotr I. Tschaikowskis Sinfonie Nr. 4 f-Moll, op. 36.

Als Tschaikowski die Sinfonie schrieb, trug sich gerade die größte Tragödie seines Lebens zu: 1877 heiratete er, verließ seine Frau allerdings gleich wieder, erlitt einen Nervenzusammenbruch und versuchte, sich das Leben zu nehmen. Diese Sinfonie ist so der Klang gewordene Schmerz eines empfindsamen und mit der Gesellschaft hadernden Menschen. Die musikalische Leitung des Konzertes hat Jamie Phillips.

Karten (17 bis 41 Euro) unter Telefon 0201/8122200 oder www.theater-essen.de.

Cellist Istvàn-Alexander Gaal (Foto: Saad Hamza)

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