Erzbistum Köln: Wirtschaftsplan für 2020

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Köln. Das Erzbistum Köln hat sein Budget für das laufende Jahr vorgelegt. Der Wirtschaftsplan 2020 sieht Aufwendungen von insgesamt rund 914 Millionen Euro vor. Das entspricht täglichen Ausgaben in Höhe von 2,5 Millionen Euro für Einrichtungen und Projekte in Seelsorge, Bildung und Caritas.

Auch 2020 fließt jeder Euro der verfügbaren Kirchensteuermittel in die kirchliche Arbeit. Die größte Etatposition bildet die Seelsorge vor Ort. Rund 237 Millionen Euro werden an die Kirchengemeinden fließen. Darüber hinaus sind für die zielgruppenbezogene Seelsorge, die sich an Jugendliche und Menschen in besonderen Lebenssituationen wendet, 52 Millionen Euro vorgesehen. Mit 58 Millionen Euro werden die Caritasverbände, Fachdienste und Beratungsstellen finanziert. Für die Finanzierung von Schulen, Hochschulen und anderen kirchlichen Bildungseinrichtungen sind 75 Millionen Euro eingeplant.

Die Kirchensteuer ist die mit Abstand wichtigste Ertragsquelle für die Finanzplanung. Mit voraussichtlich 685 Millionen Euro trägt sie 2020 rund drei Viertel der Aufwendungen. Mittelfristig rechnet das Erzbistum Köln mit stagnierenden Kirchensteuerbeiträgen. „Wir berücksichtigen diese Entwicklung bei der Finanzplanung, um auch künftig die kirchliche Arbeit für die Menschen zu gewährleisten“, sagt Generalvikar Dr. Markus Hofmann. „Der Pastorale Zukunftsweg wird in diesem Jahr die Schwerpunkte setzen, die in den kommenden Jahren für den Einsatz der verfügbaren Finanzmittel maßgeblich sind.“

Für 2020 plant das Erzbistum Köln Investitionen in Gebäude und Ausstattungen kirchlicher Einrichtungen in Höhe von rund 26 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte davon ist für Bau- und Sanierungsmaßnahmen von Schulen, Bildungs- und Tagungshäusern vorgesehen.

In ihrem jährlichen Wirtschaftsplan legt die Diözese den Etat für die Erfüllung der vielfältigen kirchlichen Aufgaben fest. Der Wirtschaftsplan des Erzbistums Köln wird vom Kirchensteuer- und Wirtschaftsrat nach eingehender Beratung beschlossen. Das Beratungs- und Entscheidungsgremium für Finanzfragen stellt damit eine breite Mitwirkung von Katholiken aus den Kirchengemeinden an den wirtschaftlichen Angelegenheiten der Diözese sicher: 21 der 27 Mitglieder werden von Delegierten aus den Kirchengemeinden gewählt.

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