Erwin Wurm: Grenzen der Skulptur

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Duisburg. Am Sonntag, 8. Oktober, 11.30 Uhr gibt es im Lehmbruck Museum, Düsseldorfer Straße 51, eine öffentliche Führung in der großen Präsentation „Erwin Wurm“. Für die Teilnahme an der Sonntagsführung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (neun Euro, ermäßigz fünf Euro) ein Beitrag von zwei Euro je Person erhoben.

Erwin Wurm hat es sich zur Aufgabe gesetzt, die Skulptur an ihre Grenzen zu führen – und darüber hinaus. Die legendären „Drinking Sculptures“ sollen die Besucher des Lehmbruck Museums in Versuchung führen. Zunächst erscheinen die umgebauten Möbelstücke harmlos, in den Barfächern aber ist Alkohol versteckt: Der Besucher soll sich betrinken und wird so selbst Teil des Kunstwerkes.

Im Eingang der Ausstellung steht ein knallrotes Sport-Coupé, das der Vorstellung eines schnittigen Flitzers so gar nicht entspricht. Das Auto ist hochgradig adipös, der auf Hochglanz polierte Lack wölbt sich über die Fettpolster. Dieses Auto erfüllt ganz offensichtlich nicht die erwartete Funktion. Es ist untauglich für den Straßenverkehr und als Prestige-Objekt, ebenso komisch wie tragisch in seiner Unbenutzbarkeit und Deformation.

Wie auch der Künstler, unter dessen kugelrundem Bauch sich ein ganzer Kosmos philosophischer Weltanschauungen befindet: Er hat die Weltkugel verschluckt, verrät der Titel („The Artist who Swallowed the World“). Nun steht er da und droht wahlweise zu platzen oder abzuheben.

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Foto: Lehmbruck Museum

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