Erinnerungszeichen „Grafenberger Allee 78-80“ eingeweiht

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Düsseldorf. Ein Erinnerungszeichen wird zukünftig an der Grafenberger Allee 78 auf die besondere Historie des Ortes hinweisen: Auf diesem Grundstück waren ab den 1920er-Jahren die Düsseldorf-Loge der jüdischen Organisation „B’nei Brith“, ein Kindergarten und ab 1939 unter anderem die Jüdische Volksschule und ein Altersheim, aus dem Menschen deportiert wurden, in einem Gebäude untergebracht. Dieses Haus war ab 1939 das Zentrum des jüdischen Lebens in Düsseldorf.

Im Auftrag der Bezirksvertretung erarbeitete die Mahn- und Gedenkstätte mit Schülern des Albert-Einstein-Gymnasiums inhaltlich die Geschichte des Hauses und Gestaltungsideen für ein Erinnerungszeichen. Es soll künftig an die Historie des Ortes und an die Menschen erinnern, die dort gelebt, gefeiert, gearbeitet und gebetet haben, zur Schule gegangen sind und später deportiert wurden.

Das Erinnerungszeichen wurde am Mittwoch offiziell an der Grafenberger Allee 78-80 enthüllt. Oberbürgermeister Thomas Geisel, Bezirksbürgermeister Uwe Wagner und Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf und Vorsitzender des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, sprachen Worte des Gedenkens.

Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums erläuterten das Projekt. Oberrabbiner Raphael Evers sprach über die Bedeutung für die Gemeinde, Kantor Aron Malinsky sang das Gebet „El Male Rachamim“. Im Anschluss daran gab es eine Gedenkminute.

Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Uwe Schaffmeister

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