„Erdbeben“ in der Rankestraße?

Werbung

Lintorf. Lärm ist eines der größten Umweltprobleme in Nordrhein-Westfalen. Auch in Lintorf muss gehandelt werden. Vom 4. März bis 5. April können sich die Lintorfer an der Lärmaktionsplanung für Ratingen beteiligen (Lesen Sie dazu auch unseren Artikel). Die Anwohner der Ranke- und der Eichendorffstraße meinen, dass die Lintorfer sich beteiligen müssen.

„Lärm in unserer Siedlung ist immer wieder Thema bei Gesprächen mit Nachbarn“, berichtet Hans Nigemeier. Gemeinsam mit Wolfgang Thielemeyer hat er jetzt die Nachbarn angeschrieben. Die beiden Lintorfer machen darin aufmerksam, dass sich jeder am Lärmaktionsplan beteiligen kann.

In der Ratinger Siedlung, jenseits der Eisenbahnlinie, sind vor allem die schweren Güterzüge, „die mittlerweile mit immer höherer Geschwindigkeit quasi durch unsere Schlafzimmer rasen“, ein wichtiges Thema. „Und wir haben nicht nur den Bahnlärm“, ergänzt Wolfgang Thielemeyer. Die A52 und die Flugschneise tragen ebenfalls zum Lärm bei.

Häufig höre man in den Gesprächen das Argument, dass man eh nichts machen könne. Doch jetzt, so die beiden Initiatoren, könne man etwas tun.

„Jetzt gibt es eine Möglichkeit, die bisher offensichtlich wenig bekannt ist und beachtet wurde und die wir unbedingt nutzen sollten“, haben Nigemeier und Thielemeyer ihren Nachbarn geschrieben.

Die Stadt Ratingen hat in den vergangenen Wochen über die Presse informiert, dass sich betroffene Bürger am sogenannten Lärmaktionsplan beteiligen sollen. Bis zum 5. April besteht die Möglichkeit, Anregungen und Hinweise zu allen Lärmminderungsmaßnahmen zu geben.

„Wir haben den Lärmaktionsplan eingesehen und festgestellt, dass für unsere Siedlung keinerlei Maßnahmen vorgesehen sind“, stellt Hans Nigemeier fest.

Sie machen in ihrem Schreiben an die Nachbarn detaillierte Vorschläge und Formulierungshilfen. So wünschen sie sich eine Lärmschutzwand entlang der Bahnstrecke und Nachfahrverbot für laute Gütterwaggons. Der Fluglärm, so der Vorschlag, müsse eingedämmt werden. Deshalb lehnen sie die Ausweitung der Flughafenkapazitäten ab und fordern die Einhaltung und Überwachung des Nachtflugverbots.

Zur Minderung des Straßenlärms schlagen sie eine lärmreduzierende Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem Blyth-Valley-Ring und der A52 vor.

„Wir hoffen, dass sich unsere Nachbarn zahlreich mit Eingaben an diesem Lärmaktionsplan beteiligen“, so Wolfgang Thielemeyer. „Nur wenn wir uns zahlreich beteiligen, haben wir eine Chance, dass sich etwas ändert.“

Werbung