Enissa Amani: Vollblut-Tussi mit Grips in der Stadthalle

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Ratingen. „Zwischen Chanel und Che Guevara“ – unter diesem Motto präsentiert Enissa Amani am Freitag, 18. November, 20 Uhr, in der Stadthalle Ratingen ihr erstes Live-Programm. Die Vollblut-Tussi mit Grips widmet sich darin den großen Fragen dieser Welt: Absätze oder Hauptsätze, elitepartner.de oder doch lieber Zwangsheirat, und warum wird selbst im Europa des 21. Jahrhunderts hübschen Frauen automatisch der Intellekt abgesprochen?

Enissa Amani ist die Neuentdeckung der deutschen Kabarett-Szene. Innerhalb eines Jahres eroberte die im Iran geborene Deutsch-Perserin die Bühnen und TV-Studios des Landes im Sturm. Was Enissa so außergewöhnlich macht ist nicht der Kontrast zwischen iranischem und deutschem Background, sondern der zwischen ihrer sozialistischen Erziehung und der unausweichlichen Anziehung der materiellen Güter dieser Welt – zwischen Chanel und Che Guevara eben.

Geboren im Iran, geflüchtet nach Deutschland und angekommen in der Welt, findet die Tochter eines politisch verfolgten Literaten und einer Ärztin intelligent-komische Parallelen zwischen Nietzsches Philosophie und Kim Kardashians Arsch. Zwischen Anti-Kapitalismus und Modetipps. Zwischen Gangsterrap und der iranischen Opposition. Und sie erklärt uns, warum Nasen-OPs den Neoliberalismus widerlegen.

Die Inhalte ihres Bühnenprogramms halten dabei immer die Balance zwischen provokant-ehrlichem amerikanischem Stand-up und deutschem Kabarett. „Die persische Volker Pispers mit Marilyn Monroes Kleid“ bringt die Verwirrtheit ihrer Generation auf die Bühne und hat nicht mal den Anspruch, diese Verwirrung aufzulösen. Frei nach dem Motto: „Doppelmoral ist das neue Schwarz und alles ist gut, solange wir WLAN haben.“

Tickets sind ab sofort erhältlich bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 02405/40860 sowie online unter www.meyer-konzerte.de.

Foto: Stephan Pick

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