Einspeisevergütung für PV-Anlagen endet nach 20 Jahren

Werbung

Ratingen. Wer vor 2001 eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen hat, muss sich nun damit befassen, wie die Anlage im kommenden Jahr weiterbetrieben werden kann. Denn die garantierte EEG-Vergütung läuft 20 Jahre nach Betriebsbeginn aus. Dies ist erstmalig am 31. Dezember 2020 der Fall. Der Netzbetreiber muss die Energie dann nicht mehr abnehmen. Zur Photovoltaik nach der EEG-Vergütung informiert die Ratinger Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW in einem kostenlosen Online-Vortrag am Dienstag, 20. Oktober, ab 18 Uhr. Die Anmeldung ist online unter www.verbraucherzentrale.nrw/e-seminare möglich.

Unter bestimmten Voraussetzung ist eine gute Lösung, den Strom im Eigenverbrauch zu nutzen. Den Strom vom Dach selbst zu verbrauchen, senkt die Stromrechnung. Doch die Umrüstung von der Volleinspeisung zum Eigenverbrauch kann aufwändig sein, und die Zusatzkosten dafür lohnen sich nicht immer. Ein hoher Stromverbrauch im Haushalt und eine Altanlage mit mindestens 3,5 kWp Leistung sind zwar gute Voraussetzungen für ein wirtschaftliches Ergebnis. Doch letztlich muss hier in jedem Einzelfall genau geprüft werden, was sich rechnet.

Die bisher gesetzlich vorgesehene „Direktvermarktung“ als einzige Möglichkeit der Einspeisung aus Altanlagen ist für kleine Anlagen nicht wirtschaftlich. Als Alternative gibt es erste Angebote von Energieversorgern, den Strom gegen Vergütung von wenigen Cent pro Kilowattstunde abzunehmen, wenn zugleich ein Stromliefervertrag mit dem Anbieter abgeschlossen wird. Dies bedeutet aber auch eine Bindung an das Unternehmen und seine Tarife. In jedem Fall sollten Anlagenbetreiber hier die neuen gesetzlichen Regelungen abwarten, bevor sie sich entscheiden.

Weitere Information unter www.verbraucherzentrale.nrw/pv-nach-20-jahren.

Auch die Photovoltaikanlage der Bürgerenergie-Ratingen eG auf dem Dach des Innenstadtgymnasiums profitiert 20 Jahre lang von der EEG-Vergütung. (Foto: Stadt Ratingen)

Werbung