Einsatz gegen Clan-Kriminalität in Ratingen

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Ratingen.

In ihren Bemühungen im Kampf gegen Clan-Kriminalität haben in der vergangenen Nacht erstmals auch in Ratingen die Kreispolizeibehörde Mettmann, Zoll und Ordnungsamt der Stadt Ratingen mehrere Wettbüros, Gaststätten sowie eine Shisha-Bar durchsucht. Zwei Wettbüros sowie eine Gaststätte wurden noch in der gleichen Nacht geschlossen.

Die geprüften Objekte sind dabei schon längere Zeit Gegenstand polizeilicher und ordnungsbehördlicher Maßnahmen und Beobachtungen, weil Erkenntnisse dazu vorliegen, dass diese als Treffpunkte und Rückzugsorte von Personen dienen, welche in kriminellen Gruppen organisiert sind, die der Clan-Kriminalität zuzuordnen sind oder dieser zumindest nahe stehen.

Beim Einsatz in Ratingen wurden, unter Beteiligung starker polizeilicher Kräfte, diesmal insgesamt fünf Objekte am Berliner Platz, der Düsseldorfer Straße, der Oberstraße, der Poststraße und am Sandbach kontrolliert.

Die Bilanz des um 20 Uhr begonnenen Schwerpunkteinsatzes kann sich aus Sicht der Polizei, wie auch der weiteren beteiligten Behörden, durchaus sehen lassen: Insgesamt wurden bis ein Uhr am Morgen 75 Personen in den Objekten und deren Umfeld geprüft. Acht Strafverfahren, unter anderem wegen des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln oder wegen des Verdachts des Sozialleistungsbetrugs, wurden eingeleitet. Außerdem mussten wegen diverser anderer Verstöße insgesamt 19 Ordnungswidrigkeiten angezeigt werden.

Letztlich wurden gleich drei der Objekte noch in der Nacht geschlossen. Dabei handelte es sich um ein Wettbüro am Berliner Platz, ein Wettbüro am Sandbach und um eine Gaststätte an der Oberstraße. In allen drei Lokalitäten hatten die Betreiber neben anderen Verstößen unter anderem auch illegale Glücksspielautomaten und Online-Wett-Terminals aufgestellt und somit gegen die Glücksspielverordnung verstoßen.

Die Polizei stellte bei ihren Personenkontrollen in einem Wettbüro am Berliner Platz bei einem 40 Jahre alten Mann aus Ratingen zum Verkauf verpackte Tütchen mit Cannabis und Amphetaminen sicher. Gegen den mutmaßlichen Dealer wurde daraufhin ein Strafverfahren eingeleitet.

Der Zoll stellte in einer Shisha-Bar an der Düsseldorfer Straße insgesamt 15 Kilogramm unversteuerten Shisha-Tabak in einigen Dutzend Tabakdosen sicher. Außerdem stellte der Zoll auch insgesamt 2700 unversteuerte Zigaretten in einem Kiosk an der Oberstraße sicher. Diese Verstöße gegen das Tabaksteuergesetz werden nun mit Straf- und Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen geahndet. Ferner stellten die Zöllner Straftaten wegen illegaler Beschäftigung (Schwarzarbeit) sowie Verstöße gegen das Steuergesetz fest. Hinzu kamen gleich mehrere arbeitsrechtliche Meldeverstöße sowie Verstöße gegen das Mindestlohngesetz, welche mit Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen geahndet werden.

Das Ordnungsamt der Stadt Ratingen stellte bei dem gemeinsamen Einsatz insbesondere Verstöße gegen die Glücksspiel- und die Gaststättenverordnung sowie gegen das Nichtraucherschutzgesetz fest. Sowohl gegen den Inhaber eines Kiosks, als auch gegen den Inhaber einer Shisha-Bar, wurden zudem Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen geschrieben, weil sie ohne die dafür benötigte Sondererlaubnis eine Außengastronomie vor ihren Objekten führten.

Die beteiligten Behörden zogen am Ende des gemeinsamen Einsatzes, gegen 1 Uhr am Samstag, ein positives Resümee. Alle im Einsatz gewonnenen Erkenntnisse werden nun noch weiter zusammengetragen und ausgewertet, dienen dann insbesondere der Polizei dabei, bisher bereits erkannte kriminelle Strukturen in und rund um die geprüften Orte weiter aufzuhellen.

Ein weiteres Ziel – insbesondere der Polizei – war es, durch erhöhte Polizeipräsenz in den Objekten und deren Umfeld das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu stärken. Die Polizei wird auch in Zukunft weiterhin gegen Clan-Kriminalität vorgehen.

Foto: Polizei

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