Einmal über die Royal Mile in Edinburgh

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Edinburgh/Schottland. Wer die schottische Hauptstadt Edingburgh besuchen möchte, sollte mehr als einen Tagesausflug einplanen. An einem Tag schafft man es gerade einmal von Edinburgh Castle über die Royal Mile zum Palace of Holyroodhouse, dem offiziellen Wohnsitz der englischen Königin in Schottland. Dann hat man die Altstadt gerade einmal zur Hälfte entdeckt, die “Neustadt” Edingburghs hat man nur aus der Ferne gesehen.

Mit gut 490.000 Einwohnern ist Edinburgh nach Glasgow die zweitgrößte Stadt Schottlands. Die historische Hauptstadt Schottlands (seit dem 15. Jahrhundert) beherbergt seit 1999 auch wieder ein eigenständiges schottisches Parlament. Das neue Gebäude liegt am einen Ende der Royal Mile unmittelbar gegenüber dem Amtsitz der englischen Königin in Schottland.

Am anderen Ende der “Königlichen Meile” liegt auf einem Hügel hoch über dem Firth of Forth, der Mündung des Flusses Forth in die Nordsee, Edinburg Castle. Die Burg geht zurück auf eine erste Festungsanlage an dieser Stelle aus dem ausgehenden elften Jahrhundert. Wer die Burg besichtigen möchte, sollte viel Zeit mitbringen, vor allem weil die Schlangen am Eingang zur Burg ziemlich lang sind – immer.

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Die Royal Mile besteht aus den Straßen Canongate, High Street und Castlehill und hat tatsächlich etwa die Länge einer schottischen Meile, rund 1800 Meter. Im Westen beginnt sie am Edinburgh Castle und führt über die ehemalige Highland Tolbooth Church, die St. Giles Cathedral (geweiht dem Stadtheiligen Ägidius von St. Gilles), das People’s Story Museum, das Museum of Edinburgh und das John-Knox-Haus bis zum Palace of Holyroodhouse. Quer zur Royal Mile verlaufen im Fischgrätenmuster kleine, häufig extrem steile Gassen, die Closes, Courts oder auch Wynds genannt werden. Sie führen manchmal zu schmucklosen Hinterhöfen, manchmal zu wundervollen alten Gemäuern mit fast verwunschen wirkenden kleinen Läden.

Andenkenläden mit allen möglichen Mitbringseln für die Lieben Zuhause finden sich alle paar Meter auf der Royal Mile. Sie wechseln sich ab mit Läden, in denen der Besucher vermutlich jeden schottischen Whisky kaufen könnte, und mit Läden, in denen die typische schottische Kleidung verkauft wird: der Schottenrock. Damit es authentisch wirkt, tragen die Verkäufer natürlich einen Schottenrock.

In den vielen Gaststätten und Restaurants findet der Reisende neben den üblichen Speisen auch schottische Gerichte. Aber auch der urige schottische Pub fehlt nicht. So ist die Tolhouse Tavern seit 1823 im ehemaligen Zollhaus untergebracht. Hier kann man schnell sein Bier trinken oder den schottischen Whisky genießen, aber auch sehr lecker essen.

Wer es dann mit müden Füßen bis zum Palace of Holyroodhouse geschafft hat, kann sich den königlichen Palast anschauen. Nicht verpassen sollten deutsche Reisende aber vor allem den Andenkenladen. Hier kann er die königliche Familie kennenlernen: auf Tassen und Tellern, auf Weihnachtsbaumschmuck oder als Postkartenserie, auf Schokolade oder Pralinendosen. Allerdings sollte er auf den rund 1800 Metern von Edinburgh Castle bis hierher in den Geschäften auf der Royal Mile nicht zu viel von seiner Reisekasse ausgegeben haben, die “Royals” sind alles nur nicht “billig”.

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