Eigenwilliger Marathon beim TuS Breitscheid

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Breitscheid. Viele haben am Wochenende an den Düsseldorf-Marathon gedacht. Leichtathletik-Chef Bernd Krayer vom TuS Breitscheid aber lässt sich den Spaß am Marathon nicht durch einen Virus verderben lässt. Krayer stellte kurzerhand den „Social-Distance-Marathon“ auf die Beine, den er gemeinsam mit seinem Vereinskollegen Gerd Wesemann, natürlich mit ausreichendem Abstand und unter Berücksichtigung aller geltenden Regeln, absolvierte.

Im Vorfeld plante er eine 42,195 Kilometer lange abwechslungsreiche Strecke ab Breitscheid über Hösel, durchs Angertal und ab Wülfrath den Panoramaradweg entlang über Velbert und Heiligenhaus nach Kettwig.

Aber nicht nur die Strecke wurde akribisch vorbereitet: Das virtuelle Wettkampfbüro im heimischen Garten öffnete am Samstagmorgen um 7:45 Uhr und Familienmitglieder und Freunde wurden bereits vorab zur virtuellen Unterstützung animiert. Um 8 Uhr gab Brigitte Krayer den virtuellen Startschuss. Gerd Wesemann startete mit Startnummer eins, Bernd Krayer mit Startnummer zwei.

Nach sieben Kilometern schickten die beiden erste Fotos aus dem Angertal in die eigens für diesen Lauf angelegte WhatsApp-Gruppe und hielten auch anschließend über den ganzen Vormittag Familien und Freunde auf dem Laufenden. So konnten die Fans fast wie bei einem „echten“ Wettkampf mitfiebern und anfeuern.

Nach knapp 20 Kilometer an der Angerquelle in Wülfrath besorgten sich beide Marathonläufer beim Bäcker Käsebrötchen zur Stärkung und nach einer kurzen Pause ging es weiter. Beide hatten nicht den Anspruch eine Bestzeit zu erreichen. Es ging ihnen vielmehr darum, die landschaftlich attraktive Strecke zu genießen und sie ließen sich ebenfalls Zeit für ein paar lohnende Fotostopps.

Gesamtsieger Gerd Wesemann

Um kurz vor 11 Uhr liefen sie in Wülfrath auf den Panoramaradweg und trafen dort zwei Stunden später ihre Vereinskollegin Britta Ludwig, die ihnen mit dem Fahrrad entgegenkam und beide Wettkämpfer mit frischem Wasser versorgte. Während der letzten sieben Kilometer blieb Britta Ludwig in angemessenem Abstand in der Nähe und fuhr dann weiter zum Ziel in Kettwig, direkt an der Ruhr, wo Brigitte Krayer bereits mit Urkunden und kühlen Getränken auf die Läufer wartete. Nach genau 5:24 Stunden erreichten die beiden das Ziel. Zum krönenden Abschluss wurde Gerd Wesemann noch seine Urkunde überreicht und weiterhin – ein besonderes Erlebnis – ein eigens von Bernd Krayer bemalter Steinpokal.

Foto: privat

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