Edith Stein: Jüdin, Philosophin und NS-Opfer

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Düsseldorf. Aus Anlass des 125. Geburtstags von Edith Stein laden das Gerhart-Hauptmann-Haus und die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf zu einem Vortrag „Edith Stein. Jüdin, Philosophin, katholische Ordensfrau und NS-Opfer“ am Donnerstag, 29. September, 19 Uhr, ins Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstraße 90. Professr Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, zwischen 1993 und 2011 Inhaberin des Lehrstuhls für Religionsphilosophie und vergleichende Religionswissenschaft an der TU Dresden, erinnert in ihrem Vortrag an eine der wichtigsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts. Der Eintritt ist frei.

Zwischen Edith Steins Geburt in der schlesischen Metropole Breslau 1891 und ihrer Ermordung durch das NS-Regime liegt ein außergewöhnlicher Lebensweg. Edith Stein stammte aus einer kinderreichen jüdisch-orthodoxen Familie, streng erzogen in der religiösen Tradition. Dennoch schlug sie einen für eine Frau damals unüblichen Bildungsgang ein. Sie studierte Psychologie, Philosophie, Geschichte und Germanistik. 1922 konvertierte Edith Stein zum Katholizismus, 1933 trat sie in das Kölner Karmelitinnen-Kloster ein. Ihr Glaube konnte sie allerdings nicht vor der antisemitischen Verfolgung bewahren. Am 2. August 1942 wurde Edith Stein verhaftet, nach Auschwitz deportiert und dort unmittelbar nach dem Eintreffen ermordet. Im Jahre 1998 hat Papst Johannes Paul II. Edith Stein heiliggesprochen.

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