Duo CoraSon spielt sefardische Lieder

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Essen. Das „Duo CoraSon“ aus Berlin gastiert am Sonntag, 22. Oktober, um 17 Uhr im Hauptraum der Alten Synagoge, Edmund-Körner-Platz 1. Gitta Hübner und Martin Lenz spielen sefardische Lieder. Sefarad ist der hebräische Ausdruck für Andalusien oder Spanien. Der Eintritt ist frei.

Es sind Lieder aus der jahrhundertealten spanisch-jüdischen Tradition. In ihnen treffen sich auf wunderbar verdichtete Weise die Erfahrungen eines Daseins unter besonderen Bedingungen: das Leben auf fremder Erde, die dennoch Heimat wird.

1492 stellten die kastilische Königin Isabelle und König Alfons die Juden vor die Wahl: Taufe oder Flucht. Die nach Portugal Geflüchteten wurden 1496 zwangsgetauft. Die Vertriebenen wandten sich nach Nordafrika, Italien und ins Osmanische Reich. Das Schicksal derer, die Sefarad verlassen, und das derer Nachfahren, ist unendlich vielfältig. Und zugleich hat es eine erstaunliche Gemeinsamkeit: das persönliche Gefühl, sefardischer Jude zu sein, die Sehnsucht nach der schönen alten Heimat wird über unzählige Generationen bis ins 20. Jahrhundert mitgenommen, zusammen mit den alten Bräuchen und Liedern und dem mittelalterlichen Spanisch, Ladino genannt.

Foto: privat

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