Duisburger Akzente nach Coronapause

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Duisburg. 79 Veranstaltungen und 14 Ausstellungen innerhalb von 24 Tagen in rund zehn verschiedenen Sparten: Nach der Corona bedingten Zwangspause starten die Duisburger Akzente in ihrer 43. Auflage vom 11. März bis zum 3. April wieder mit einem prall gefüllten Programm.

Dabei gibt es nicht den einen Veranstaltungsort. Duisburger Akzente wird es im gesamten Stadtgebiet geben: vom Theater Duisburg, der Kulturkirche Liebfrauen, filmforum am Dellplatz, dem Lehmbruck Museum, Innenhafen bis zum Kreativquartier Ruhrort und auch den Rhein überqueren die Akzente bis zum KOM’MA-Theater in Rheinhausen und zur Alten Brotfabrik in Beeck.

Beigeordnete Astrid Neese: „Nach den vorzeitig beendeten Duisburger Akzenten „Glück“ vor zwei Jahren und den abgesagten Akzenten „Mauern“ im vergangenen Jahr, freue ich mich, dass die beteiligten Partner offensichtlich nichts von ihrem Engagement und ihrem Enthusiasmus für die Akzente verloren haben und für das kommende Festival ein prall gefülltes und vielseitiges Programm auf die Beine gestellt haben.“

Karoline Hoell, Geschäftsleiterin der Duisburger Kulturbetriebe: „Das umfangreiche Programm der diesjährigen Duisburger Akzente führt mir wieder vor Augen, wie lebendig die Duisburger
Kulturszene ist. Ich freue mich besonders über unser gemeinsam mit Avi Kaiser und Sergio Antonino entwickeltes Schwerpunkthema im und rund um den Garten der Erinnerungen und seinen Schöpfer Dani Karavan.“

Dabei verzichten die Organisatoren in diesem Jahr bewusst darauf, den Festivalpartnern für ihre Projekte ein aktuelles kulturell oder gesellschaftlich relevantes Thema vorzugeben. Deshalb reduziert sich in diesem Jahr die inhaltliche Orientierung auf ein bloßes Satzzeichen, das Ausrufezeichen.

Das hat zum Teil ganz pragmatische Gründe: Für die abgebrochenen oder abgesagten Akzente 2020 und 2021 mit den Titeln „Glück“ und „Mauern“ wurden Künstlerinnen und Künstler eingeladen und Projekte initiiert, die noch immer auf ihr Publikum warten und die es noch immer wert sind, präsentiert zu werden. Soweit es organisatorisch möglich ist, wollen die „Akzente“ diese Ideen aufgreifen und verwirklichen. Einen gemeinsamen aussagekräftigen Titel zu suchen, kann da leicht zu gewollten oder gar verkrampften Ergebnissen führen.

Dennoch will das Ausrufezeichen auch eine inhaltliche Aussage treffen. Hat es doch unterschiedliche, sogar widersprüchliche Bedeutungen: Es kennzeichnet zum Beispiel Verbote oder Befehle, Wünsche oder Warnungen, Erstaunen und Aufrufe. Gemeinsam ist diesen verschiedenen Funktionen, dass sie eine Aussage hervorheben und die Wichtigkeit des Gesagten betonen.

Und genau das wollen die 43. Duisburger Akzente erreichen. Sie wollen zeigen, dass sie nach zwei Jahren Pause wieder da sind. Neugierig, facettenreich und ohne Scheu vor Konflikten werden sie ein großes Spektrum künstlerischer Produktionen vorführen und Diskussionen anregen.

Wir zeigen, dass uns die Akzente wichtig sind und dass wir von ihrer Bedeutung für die Stadt und die Region überzeugt sind. Vielleicht kann unser Kulturfestival auch anregen über das nachzudenken, was uns wirklich wichtig ist – nach den Lockdowns, bei weiter existierender Pandemie aber auch im ganz normalen Leben. Die 43. Duisburger Akzente! wollen vom 11. März bis zum 03. April 2022 auf jeden Fall wieder ein Ausrufezeichen setzen.