Dorfrundgang: Erlebte Schulgeschichte

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Lintorf. Rund 25 Lintorfer wollten beim Dorfrundgang des Vereins Lintorfer Heimatfreunde (VLH) etwas über die Geschichte der Schulen in Lintorf erfahren. Darunter waren einige Schüler der Johann-Peter-Melchior-Schule (JPM) und eine ganze Reihe aktiver und ehemaliger Lehrer. Andreas Preuß, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins, ließ die Lintorfer Schulen lebendig werden, indem er sie mit vielen eigenen Erinnerungen verband. Er legte dabei den Schwerpunkt auf die Schulgeschichte seit den 1950er Jahren.

Der Dorfrundgang startete am ehemaligen Rathaus. „Hier stand für nur wenige Jahre bis Mitte der 1950er Jahre die Johann-Peter-Melchior-Schule“, erklärte Preuß zu Beginn. Die Schule wurde wegen Baufälligkeit abgerissen und am Weiher neu gebaut. Am alten Standort errichtete die damaligen Amtsverwaltung das Rathaus für das Amt Angerland.

Am Friedrichskothen berichtete Andreas Preuß über die Schulzeit in Lintorf seit den Anfängen der der Schulpflicht. So erfuhren die Teilnehmer, dass die Lehrer anfangs oftmals ehemaligen Soldaten waren, die selbst kaum lesen und schreiben konnten.

Da unter den Teilnehmern Lehrerinnen der JPM waren, konnte die Führung auf deren Schulhof fortgeführt werden. Hier war bis zum Bau des Schulzentrums an der Duisburger Straße die Hauptschule. Die JPM war in Pavillons auf dem Gelände der Eduard-Dietrich-Schule untergebracht. Andreas Preuß erzählte über die Gründung des Gymnasiums an der Jahnstraße und über Klassen mit 48 Schülern in der Realschule Mitte der 70er Jahre. Ekkehard Witthoff, Leiter der Zweigstelle der Ratinger Käthe-Kollwitz-Realschule in Lintorf, berichtete von der Situation der Schule heute.

Da alle Teilnehmer selbst einmal Schüler gewesen waren, brachten viele eigene Erinnerungen ein. Die meisten waren selbst auf eine der Lintorfer Schulen gegangen oder hatten dort Kinder. Es entwickelte sich schließlich eine lebhafte Diskussion über die Schulpolitik.

„Auch wenn das Schulgebäude der Johann-Peter-Melchior-Schule sich in den vergangenen 60 Jahren nur unwesentlich verändert, so ist Schulgeschichte sehr wechselhaft“, schloss Preuß die Führung. Ständig kämen und gingen Schüler, die Lehrer seien oftmals über viele Schülergenerationen an einer Schule, die Gebäude stünden – meist – noch länger. Sehr wechselhaft aber seien die pädagogischen Konzepte, die Ideen, wie Schule am besten funktioniere.

 

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