Donnerstagsgespräch: Salafismus in NRW

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Essen. In der Reihe „Donnerstagsgespräch“ wird der Islamwissenschaftler Volker Trusheim am Donnerstag, 6. April, um 19 Uhr einen Vortrag zum Thema „Salafismus in Nordrhein-Westfalen – aktuelle Lage und Handlungsoptionen“ in der Alten Synagoge Essen, Edmund-Körner-Platz 1, halten. Der Eintritt ist frei.

Salafismus bedeutet die Orientierung an einem vermeintlich besonders authentischen Islam des 7. Jahrhundert. Die Anhänger dieser rigiden Strömung streben eine Rückkehr zur „frommen Gründergeneration“ – den „Salaf“ – an.

Nach Auffassung der Salafisten gibt es nur von Gott gewollte Gesetze: sie lehnen demokratische Prinzipien, wie zum Beispiel die Volkssouveränität, strikt ab. Auch sollen die Körperstrafen des 7. Jahrhunderts, wie sie im frühen Islam ausgeübt wurden, wieder eingeführt werden. Salafisten legen auch Wert auf eine strikte Trennung von Mann und Frau in der Öffentlichkeit.

Wissenschaftler unterscheiden zwischen einer nach innen ausgerichteten friedlichen Strömung und einer missionarischen eher gewaltbereiten Ausrichtung. In NRW ist sind salafistische Szenen vorhanden. Junge Männer und Frauen, Muslime wie Konvertiten aus dem Christentum, werden von den einfachen Parolen und der neuen „Gemeinschaft“ angezogen. Einige sind bereit, für Terrororganisationen wie den sogenannten „Islamischen Staat“ in den Krieg nach Syrien und in den Irak zu ziehen, wie zum Beispiel die Anhänger der „Lohberger Gruppe“ aus Dinslaken.

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