Denizlis offenes Atelier im Museum

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Ratingen. Am Sonntag, 7. Januar, verlagert Yildirım Denizli sein offenes Atelier von 14 bis 17 Uhr in das Museum Ratingen, Grabenstraße 21. Jeder ist willkommen, dem Künstler bei der Arbeit zuzuschauen, im lockeren Gespräch sich seiner Kunst zu nähern oder einfach nur ein Glas Tee zu genießen. Der Eintritt ist frei.

Der Bildhauer Yildirım Denizli studierte in den 1970er Jahren an der Kunstakademie in Düsseldorf. Seit dieser Zeit lebt er in Ratingen. Mit seinen Skulpturen erschafft er eine faszinierende neue Welt voller Witz und überraschender Einfälle. In seinen Gestalten werden bei aller Diversität vertraute Eigenschaften des menschlichen Wesens sichtbar. Dinge des alltäglichen Lebens nimmt er zum Ausgangspunkt seiner Entwürfe und lässt sich von ihnen inspirieren.

Auch die Musik spielt eine wichtige Rolle, so ist seine jüngste Werkreihe inspiriert von dem türkischen, international erfolgreichen Hit „Kiss Kiss“ von Tarkan. Wie das Lied verbreiten auch Denizlis Kussmünder gute Laune. Gleichzeitig stehen sie für ein gutes Miteinander, für das sich Denizli auch mit seinem künstlerischen Schaffen einsetzt, indem er kulturelle Grenzen überschreitet.

So schuf der Künstler, der 1946 in Erzurum, Türkei geboren wurde und selbst aus dem muslimischen Kulturkreis stammt, 2015 ein Fenster für den Saal der evangelischen Emmaus-Gemeinde in Ratingen. Das bunt schimmernde Glas der Fensterinstallation setzt sich zusammen aus Glasobjekten des alltäglichen Lebens, die neben und übereinander arrangiert sind und durch die vielfache Brechung des Lichts den Eindruck von unendlicher Tiefe und Farbigkeit vermitteln.

Yildirım Denizli setzt in dieser Installation wie in den Arbeiten im Museum Ratingen Alltagsobjekte ein, die eine Vertrautheit erzeugen und den Besucher direkt in eine Verbindung mit den Werken treten lassen. Seine Themen schöpft er dabei sowohl aus dem muslimischen wie dem westlichen Kulturkreis.

Seit Jahren schon ist Denizlis „Offenes Atelier“  ein fester Bestandteil im Kulturkalender. Nun findet es erstmals nicht in den tatsächlichen Arbeitsräumen des Künstlers, sondern inmitten seiner Ausstellung im Museum Ratingen statt.

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