DEG: Spiel am Donnerstag

Werbung

Düsseldorf. Im Eishockey ein seltener Spieltermin, für die DEG besonders: der Donnerstag. Heute gastieren die Düsseldorfer bei den Eisbären Berlin. Die Lücke zum nächsten Heimspiel ist dann noch einmal einige Stunden länger als gewohnt. Denn am Sonntag, 25. November, wird der Puck erst um 19 Uhr zum Eröffnungsbully gegen die Straubing Tigers eingeworfen. Auch in diesen Spielen will das Team um Chefcoach Harold Kreis seine bislang gute Ausgangsposition im Kampf um die Playoff-Plätze festigen.

Die Eisbären Berlin stehen derzeit mit 30 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz. Für die als Mitfavoriten auf den Titel gehandelten Hauptstädter ist dies etwas unter den eigenen Ansprüchen. Doch immer dann, wenn das Team des neuen Cheftrainers Clément Jodoin in der laufenden Saison nach einigen Siegen oben angreifen könnte, gibt es mit teils überraschenden Niederlagen erneute Rückschläge, wie zuletzt auch das glatte 0:3 bei den Augsburger Panthern bewies.

Bester Scorer ist der Kanadier James Sheppard mit 15 Punkten, gefährlichster Torschütze Florian Kettemer mit sieben Treffern. Diese Zahlen sind im Ligavergleich eher durchschnittlich, was zeigt, dass die Offensive der Berliner noch nicht effektiv genug auftritt. Dagegen beißt der Eisbär besonders in Überzahl gefährlich. Mit 20,5  Prozent Trefferquote stellt man das gefährlichste Powerplay-Team der DEL (die DEG hier mit immerhin 18,4 Prozent auf Rang vier). Und auch auf einen weiteren wichtiger Faktor des Eishockeys kann sich der siebenfache DEL-Meister verlassen: Mit Neuzugang Kevin Poulin hat er den Keeper mit der besten Fangquote (94,1 Prozent) und dem zweitbesten Gegentorschnitt (2,05) im Kasten. Knapp dahinter agiert aber schon der Düsseldorfer Mathias Niederberger mit 92,6 und 2,06. Das erste Aufeinandertreffen beider Teams in dieser Saison gewann die DEG deutlich mit 5:1.

Straubing durchlebt eine wechselhafte Spielzeit. Im ersten Saisonabschnitt waren die Tigers bärenstark, schlugen so manchen Favoriten und waren in der Tabelle weit vorne zu finden. Inzwischen sind die Niederbayern nach zahlreichen Niederlagen aber auf den neunten Platz abgerutscht. Eine Tabellenregion, wo viele Experten und die Tigers sich wohl auch selbst vor der Saison in etwa eingeordnet haben. Das erste Duell beider Teams werden die Straubinger nicht vergessen haben. Der Verlängerungssieg der DEG nach vorher nicht gegebenem Tigers-Tor hat am Pulverturm geschmerzt.

Die DEG trifft in diesem Spiel auf zwei alte Bekannte: Marcel Brandt und Stephan Daschner verteidigten für die DEG und wurden hier sogar zu Nationalspielern, ehe sie im Sommer 2018 in den Süden wechselten. Brandt liegt mit derzeit neun Punkten (vier Tore, fünf Vorlagen) in etwa in der Erwartung, Daschner mit fünf Zählen (ein Treffer, vier Assists) noch etwas dahinter.

Chefcoach Harold Kreis kann in diesen beiden Spielen auf dasselbe Team zurückgreifen wie am vergangenen zwei-Siege-Wochenende. Gespannt sein darf die DEG-Familie, ob Kapitän Alexander Barta seine eindrucksvolle Serie von 15 Spielen in Folge mit mindestens einem Scorer-Punkt weiter ausbauen kann. Wenn ja, bedeutet das gute Voraussetzung für weitere Punkte im Kampf um die Playoffs!

Werbung