DEG: Heimspiele ohne Zuschauer

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Düsseldorf. Die Düsseldorfer EG wird ihre kommenden drei Heimspiele bis zur Olympiapause ohne Zuschauer austragen. Und dies, obwohl laut aktueller Corona-Schutzverordnung des Landes bis zu 750 Besucher zugelassen wären. Dies ist das Ergebnis intensiver interner Beratungen bei der DEG, auch mit den Fanbeauftragten und dem Fanprojekt.

Die Anzahl der Dauerkarten-Inhaber sowie der Partner- und Sponsoren-Karten übersteigt die Zahl von 750 deutlich. DEG-Geschäftsführer Harald Wirtz: „Die DEG möchte nicht selektieren müssen, wer aus dem engsten Kreis kommen darf und wer nicht. Andere Clubs lassen vornehmlich VIPs und Sponsoren zu ihren Heimspielen in die Halle. Dies halten wir gegenüber unseren Dauerkarten-Inhabern für absolut unfair. Auch sie haben uns in der bisherigen Corona-Zeit durch großzügigen Verzicht auf Rückerstattungen großartig unterstützt und die Treue gehalten. Wir wollen und werden sie nicht vor den Kopf stoßen.“ Auch das Los-Prinzip löse diese Problematik nicht.

Aufgrund des grundlegenden Sicherheitskonzeptes des PSD BANK DOME ist eine hohe Zahl von Ordnungskräften einzuplanen, sobald Zuschauer eingelassen werden. Dies ist nahezu unabhängig davon, ob es sich dabei um 500 oder 5000 Personen handelt. Die Einnahmen von nur 750 Fans decken leider nicht den doch immensen Arbeits- und Kostenaufwand, den das Öffnen der Halle für Zuschauer allgemein erfordert. Wirtz: „Wir müssen zum Schutz der Existenz der DEG auch immer diese wirtschaftlichen Aspekte im Auge haben. Übergeordnetes Ziel muss es sein, dass – wenn diese Pandemie endlich vorbei ist – wir weiterhin Eishockey in Düsseldorf erleben und feiern können.“ Deshalb wird die DEG auch die noch offene Einladung an die Düsseldorfer Pflegekräfte erst dann einlösen können, wenn wieder Zuschauer zugelassen sind.
 
Diese Entscheidung bezieht sich zunächst auf die Heimspiele gegen die Nürnberg Ice Tigers (Donnerstag, 13. Januar, 19.30 Uhr), die Krefeld Pinguine (Dienstag, 18. Januar, 18.30 Uhr) und Kölner Haie (Sonntag, 23. Januar, 17 Uhr). In der Olympiapause im Februar erfolgt eine Neu-Bewertung der Lage.

Foto: DEG