DEG gegen Krefeld und Wolfsburg

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Düsseldorf. Die Düsseldorfer EG steht vor dem nächsten Derby: Am Freitag gastiert sie bei ihren manchmal anstrengenden Nachbarn, den Krefeld Pinguinen (19.30 Uhr). Das Team von Harold Kreis freut sich auswärts auf lautstarke Unterstützung. Am Sonntag, 4. November, kommen die für die DEG stets unangenehm zu spielenden Grizzlys aus Wolfsburg an den Rhein. Hier ist das erste Bully bereits um 14 Uhr.

Nach zwei letzten Plätzen in Folge ist der siebte Platz für die Krefelder natürlich ein Erfolg. Gerade auswärts hat der KEV beachtliche fünf Spiele gewinnen können, darunter bei nominell starken Mitbewerbern wie am vergangenen Dienstag bei den Kölner Haien (3:2). Die Niederrheiner gelten mittlerweile als sicherer Anwärter auf einen Platz unter den ersten Zehn. Top-Scorer ist der von den Iserlohn Roosters verpflichtete Chad Costello mit starken 18 Punkten, bester Torschütze ist der ewige Daniel Pietta mit guten acht Treffern.

Aber es gibt auch Schatten im Reich der Pinguine. So hat das Team um Chefcoach und Ex-DEG-Stürmer Brandon Reid die vergangenen vier Partien im Königpalast allesamt verloren. Eine bittere Bilanz vor heimischer Kulisse. Besonders das 4:7 am vergangenen Wochenende tat weh, führten die Watschelfüßler doch bereits 4:1, bevor sie dann mit fünf Gegentoren binnen weniger Minuten baden gingen bzw sogar völlig absoffen. Außerdem gibt es Gerüchte um Star-Stürmer Jordan Caron. Der Kanadier soll mit einem Wechsel in die (deutlich besser zahlende) KHL liebäugeln. Sein Weggang wäre ein schwerer Schlag für unsere Nachbarn. Dennoch überwiegen insgesamt die positiven Eindrücke an der Westparkstraße. Die DEG will daran arbeiten, dass sich dies etwas relativiert.

Die Grizzlys Wolfsburg standen im Sommer 2018 vor einem großen Umbruch. Nicht nur, dass Cheftrainer Pavel Groß die Niedersachsen nach vielen, erfolgreichen Jahren Richtung Mannheim verließ. Auch die Abgänge des Kapitäns Tyler Haskins sowie der wichtigen Stützen Robert Bina, James Sharrow, Mark Voakes, Philip Riefers und Fabio Pfohl wogen schwer. Und – was soll man sagen – es ging (zunächst) einiges schief. Nach 13 Spielen waren die erfolgsverwöhnten Wolfsburger nur Vorletzter. Grund genug für die Chefetage, den neuen Trainer Pekka Tirkkonen nach nur wenigen Wochen wieder zu beurlauben und mit dem Schweizer Hans Kossmann einen neuen Mann hinter der Bande zu installieren. Und in der Tat konnten die Grizzyls das erste Spiel unter dem neuen Trainer sogleich gewinnen (2:1 in Straubing). Der bislang enttäuschende Start schlägt sich auch in den Statistiken nieder. Top–Scorer Christoph Höhenleitner hat „nur“ neun Punkte, der Zweitplatzierte in dieser Wertung (Jeremy Dehner, sieben Zähler) wäre in der vergleichbaren DEG-Wertung nur auf dem zehnten Rang. Die Grizzlys haben zudem mit 5,08 Prozent das (noch) ineffektivste Überzahlspiel in der DEL.

DEG-Chefcoach Harold Kreis kann wohl erstmals in dieser Saison und rechtzeitig vor der Deutschland-Cup-Pause am kommenden Wochenende auf einen seiner wichtigsten Stürmer zurückgreifen. Jerome Flaake hat seinen Mittelfußbruch auskuriert und brennt auf seinen ersten Einsatz. Wie oft und in welcher Reihe der 1,90-Meter-Mann eingesetzt wird, werden die kommenden beiden Spiele zeigen.

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