DEG: Fünfter Platz nach Derbysieg gegen Köln

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Düsseldorf. Das 227. rheinische Derby zwischen der Düsseldorfer EG und den Kölner Haien war eines der besonderen Art. Beide Mannschaften verzichteten auf die Tiere in ihren Logos, um gemeinsam mit dem WWF auf das Artensterben aufmerksam zu machen. Schon vor dem Spiel standfest: Sportlich ist der Hai in deutlich größerer Not. Das verdiente 4:1 (2:0; 1:1; 1:0) der DEG vor 13.205 Zuschauern war die 15. Niederlage der Kölner in Folge!

Mit dem Sieg im 227. rheinischen Derby klettert die DEG auf den fünften Platz der Tabelle, weil Bremerhaven am Nachmittag mit 1:2 in München verlor. Der Vorsprung auf den siebten Platz ist auf sieben Punkte angewachsen, weil Ingolstadt 6:7 in Straubing verliert. Die Tigers gastieren am Dienstag zum nächsten Spiel im ISS DOME (Spielbeginn: 19:30 Uhr). Eines ist jetzt schon klar: Die Saison wird für die DEG nach 52 Spielen noch nicht zu Ende sein.

Die DEG erwischte einen absoluten Traumstart. Hatte er am Freitag in Ingolstadt noch mit sich, der Welt und dem Pfosten gehadert, brachte Luke Adam heute die Rot-Gelben mit seinem ersten Torschuss in Führung. Als Alexander Oblinger auf der Strafbank brummte, erhielt er die Scheibe aus der linken Bandenrundung von DEG-Neuzugang Niclas Lucenius quer durch den Slot zugespielt, zog sofort aus halbrechter Position ab und überwand Gustaf Wesslauf in dessen kurzer Fanghandecke. 80 Sekunden waren da gespielt. 21 Sekunden später rissen die DEG-Spieler erneut die Arme zum Jubeln in die Höhe. Einen Schuss von Johannes Johannesen von der blauen Linie verpasste Patrick Buzás vor dem Tor die entscheidende Richtungsänderung. Und die Haie? Die spielten so, wie man eben spielt, wenn man mit 14 Niederlagen im Gepäck und der Bürde von neun Punkten Rückstand auf den zehnten Platz zu einem rheinischen Derby anreißt. Viel kam von der Mannschaft von Mike Stewart nicht, Furchteinflößendes schon gar nicht. Die zahlreichen Anhänger der Haie quittierten dies im Verlauf des ersten Drittels mit Galgenhumor und gingen mit ihrer Mannschaft hart ins Gericht. Die DEG hatte gute Chancen, die Führung noch auszubauen. Die beste gehörte Alex Barta, dessen Flachschuss aus dem Slot nach Zuspiel von Reid Gardiner aus der rechten Bandenrundung parierte (10.).

Es brauchte eines Geschenks der DEG, um die Haie ins Spiel zu holen. Zu Beginn des zweiten Drittels wollte Nicholas B. Jensen die Scheibe in Unterzahl in aller Ruhe klären. Seine Befreiung geriet allerdings zu flach und landete auf dem Schläger von Justin Fontaine. Der machte vor dem Tor noch einen kleinen Schlenker und vollendete flach zum 1:2 (22.). Tatsächlich waren die Gäste nun besser im Spiel und forderten Mathias Niederberger im DEG-Tor häufiger heraus. Die DEG schlug eiskalt zurück. Johannesen leitete mit einem langen Pass einen Konter ein, Maxi Kammerer brachte den Puck artistisch unter Kontrolle und versenkte sie im linken Winkel über die Stockhand von Wesslau hinweg (27.). Die Haie blieben aber dran. Ben Hanowski legte quer zu Jason Akeson, dessen Schuss aus dem rechten Bullykreis Niederberger mit seiner rechten Schulter parierte (34.). Ein Manko der Kölner: Sie agierten reichlich undiszipliniert und leisteten sich ein paar dumme Fouls. So durfte die DEG zwei Minuten vor dem Drittelende noch einmal in Überzahl ran. Die Scheibe lief flüssig durch die eigenen Reihen, einige Schüsse flogen in Richtung Wesslau. Doch es blieb bis zur Pause bei der Zwei-Tore-Führung.

Nach einem Stockschlag von Hanowski fünf Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels startete die DEG auch in den Schlussabschnitt mit einem Mann mehr. Die Entscheidung ließ allerdings auf sich warten. Rihards Bukarts brachte die Scheibe von der rechten Seite aufs Tor, um dann seinen eigenen Abpraller aus der Luft zu nehmen (41.). Die Kölner waren bemüht, noch einmal in die Partie zurückzufinden, doch was sie auch taten, Niederberger war nicht zu überwinden. Auch nicht in Überzahl, in der die Gäste gleich drei Mal ran durften. Erst 90 Sekunden vor dem Ende zog Stewart seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers. Ken-André Olimb löffelte die Scheibe tief aus dem eigenen Drittel zum 1:4.-Endstand ins Tor. 

Foto: Birgit Häfner

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