DEG festigt zweiten Gruppenplatz

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Düsseldorf. Die Freude war groß am ersten Spieltag des MagentaSport Cups: endlich wieder Kufen auf Eis, endlich wieder Bandenchecks, endlich wieder Tore. Letztere gab es im ersten „Corona-Spiel“ für die DEG bei den Grizzlys Wolfsburg aber leider keine. Eine ersatzgeschwächte Düsseldorfer Mannschaft geriet mit 0:7 unter die Räder. Mit deutlich dichterer Personaldecke und dem Sieg gegen Krefeld im Rücken gelang der Mannschaft von Harry Kreis mit einem 3:2-Sieg nach Verlängerung (0:1; 2:1; 0:0; 1:0) die Revanche.

Das Projekt Wiedergutmachung erlitt allerdings bereits nach 90 Spielsekunden einen Dämpfer. Die rot-gelbe Hintermannschaft schien noch nicht richtig sortiert, da stürmte Fabio Pfohl über links ins Angriffsdrittel und fand in der Mitte den zu freien Phillip Bruggisser. Der ließ sich nicht zweimal bitten und beförderte die Scheibe am chancenlosen Mirko Pantkowski vorbei ins Tor. Ansonsten verlief der erste Abschnitt auf beiden Seiten recht chancenarm. Die beste DEG-Chance gab es in einem Powerplay zu sehen. Matt Carey bewies gute Übersicht und passte die Scheibe quer durchs Drittel zu Mathias From, der zwar in guter Position war, die Möglichkeit aber vergab (10.). Darüber hinaus hatten die Torhüter Pantkowski und Strahlmeier nicht allzu viel auszustehen.

Im Mittelabschnitt gab es dann schon deutlich mehr Sturm & Drang zu sehen. Kurz nach Wiederbeginn bot sich der DEG ein neuerliches Powerplay, das Youngster Alexander Ehl an seinem 21. Geburtstag erfolgreich nutzte. Ehl fing einen Wolfsburger Klärungsversuch in der Mitte ab und markierte seinen allerersten Treffer im DEG-Trikot (23.). Kurz darauf entwickelte sich ein Handgemenge zwischen Matt Carey und Dominik Bittner, das für den etwas verdutzten Carey in eine Matchstrafe mündete. Der Neuzugang hatte sich seiner Handschuhe entledigt und wurde wegen unkorrekter Ausrüstung belangt. In der anschließenden Überzahl jubelten die Gäste nach einem Treffer von Max Görtz, die Freude entpuppte sich aber als verfrüht, die Schiedsrichter entschieden auf Torhüterbehinderung (28.). Nun war die DEG wieder dran und ging durch ihren Kapitän Alex Barta in Führung. Fischbuch hatte die Scheibe durchgesteckt und Barta verwandelte (38.). Den Schlusspunkt des Drittels setzten wiederum die Wolfsburger. In Überzahl traf Fabio Pfohl nach Zuspiel von Kennybruder Mathis Olimb zum 2:2 (39.).

Der Ton im Schlussdrittel wurde zunächst von der DEG angegeben. Barta, Flaake und Johannesen hatten allesamt Chancen, Strahlmeier stand aber sicher und entschärfte alles. Einen kleinen Schreckmoment gab es dann für einen Linesman, den ein Wolfsburger Schläger unabsichtlich im Gesicht erwischte. Ansonsten roch es zunehmend nach Verlängerung. Spätestens als Max Görtz eine Riesenchance direkt vor Pantkowski vergab, standen die Zeichen auf Overtime. Görtz hatte einen freien Torwinkel vor sich, irgendwie bekam Pante aber seine Kelle noch an den Puck und sicherte das Unentschieden. In der Verlängerung zeigte Daniel Fischbuch bei 3-gegen-3 einen Leckerbissen und sicherte der DEG Sieg und Zusatzpunkt. Nachdem er alleine durch war, vernaschte Fischbuch Strahlmeier und legte die Scheibe mit der Rückhand ins Netz.

Mit der gelungenen Revanche festigt die DEG den zweiten Tabellenplatz in der Gruppe A des MagentaSport Cups und hat weiterhin beste Chancen auf das Halbfinale. Am kommenden Mittwoch geht es weiter im ISS DOME, dann gastieren die bislang noch ungeschlagenen und bereits fürs Halbfinale qualifizierten Fischtown Pinguins aus Bremerhaven in Düsseldorf. Das Spiel beginnt um 19:30 Uhr und ist live bei MagentaSport zu sehen.

Foto: Birgit Häfner

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