DEG: Endlich geht es wieder los!

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Düsseldorf. Exakt 284 Tage liegt das letzte Pflichtspiel der Düsseldorfer EG in der DEL zurück. Am 8. März unterlagen die Rot-Gelben in Nürnberg mit 2:3 nach Verlängerung – dann kam das plötzliche Saison-Aus. Nun bestreitet die DEG an diesem Donnerstag, 17. Dezember, ihre nächste Partie in der Liga. Zum Auftakt der Saison 2020/21 gastiert sie zum 228. rheinischen Derby bei den Kölner Haien. Bislang haben die Landeshauptstädter 105 Siege gefeiert und 111 Niederlagen eingesteckt. Elf Partien endeten Unentschieden.

Wie viele andere Proficlubs auch hat der KEC spannende Wochen und Monate hinter sich. Beim Club mit dem höchsten Zuschauerschnitt ist bei Spielen ohne Fans die finanzielle Fallhöhe natürlich am größten. In einer großen Rettungsaktion halfen zahlreiche Kölner und viele Fans aus Eishockey-Deutschland mit, eine zum wirtschaftlichen Überleben nötige Million Euro zusammen zu bekommen. Darunter waren auch viele Eishockeyfreunde aus Düsseldorf – und die DEG.

Sportlich sind die Haie noch schwierig einzuschätzen. Das Team von Cheftrainer Uwe Krupp ist erst seit Anfang Dezember im offiziellen Teamtraining.  Aufgrund der Rahmenbedingungen sind mehr junge deutsche Talente im Kader als sonst beim Spitzenteam aus der Domstadt zu finden. Dabei ist sogar ein Rekordhalter: Leo Hafenrichter war beim Testspiel-Sieg gegen Iserlohn mit 16 Jahren, vier Monaten und 14 Tagen der jüngste Spieler, den Köln je bei den Profis eingesetzt hat. Letzter Neuzugang war ein alter Bekannter: Stürmer Mike Zalewski kehrt von den Vienna Capitals zu den Haien zurück. Krupp: „Unser Kader hat nicht die Tiefe, mit der wir ursprünglich geplant hatten und damit fehlt es an der einen oder anderen Stelle. Aber wir haben eine gute Atmosphäre und in der Geschlossenheit und Moral der Spieler sehe ich unsere Chance.“ Die DEG wird zum Saisonauftakt ein erster Test für diese Theorie.

Das Team von Harold Kreis hat insgesamt fünf Vorbereitungsspiele mehr bestritten als der morgige Kontrahent (7 gegenüber 2). Beim MagentaSport Cup erreichte sie nach insgesamt guten Leistungen das Halbfinale, verlor dort aber beim späteren Champion EHC Red Bull München (1:3). Personell könnte es im Team zum Start einige Veränderungen geben. Neuzugang Kyle Cumiskey konnte nach intensivem Austausch mit dem Gesundheitsamt seine Quarantäne zwar vorzeitig beenden, für einen Einsatz kommt es aber noch zu früh. Neuzugang Alexander Karachun und Verteidiger Nicolas B. Jensen haben ihre Verletzungen überwunden und stoßen wieder zu Team. Über ihren Einsatz entscheidet die Sportliche Leitung. Verzichten muss die DEG definitiv auf die Offensivkräfte Matt Carey und Victor Svensson. Das Tor hütet Mirko Pantkowski.

Grafik: DEG

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