DEG: Drei Punkte zu Weihnachten

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Düsseldorf. Die Düsseldorfer EG hat vor 8792 Zuschauern gegen die Iserlohn Roosters mit 3:2 (1:1, 1:1, 1:0) gewonnen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag durften die Fans im ISS DOME über einen harterkämpften Sieg jubeln – das war aber nicht der einzige Moment der Freude.

nWen wünscht man sich eher zum Fest der Ruhe und Besinnlichkeit als die Iserlohn Roosters? Gegen das Team mit den am Abstand meisten Strafzeiten der Liga vertraute Chefcoach Harold Kreis auf seine vor Weihnachten erprobte Spieltags-21. Zwischen die rot-gelben Pfosten kehrte dieses Mal wieder Mathias Niederberger zurück. Alle zusammen erlebten den ersten Höhepunkt schon vor der Partie, als die DEG die Vertragsverlängerung mit Kapitän Alex Barta um zwei Jahre bekanntgab. Auf weitere Highlights mussten Mannschaft und Anhänger allerdings zunächst warten. Die Anfangsphase gestaltete sich äußerst großchancenarm und für ein Duell mit den Sauerländern fast gemächlich. Der Weckruf kam mit dem Rückstand. Als Patrick Köppchen draußen saß, schlug das Sauerländer Erfolgsduo Matsumoto/Camara eiskalt zu. Der Liga-Topscorer auf den Liga-Toptorschützen und die Gäste waren in Führung. Ab hier wurde es rassiger. Und es zeigte sich einmal mehr, dass sich Einsatz auszahlt. Als alle die Scheibe schon abgeschrieben hatten und bei Roosters-Goalie Niko Hovinen wähnten, ging Braden Pimm als Einziger nach, spekulierte auf den Fehler des erfahrenen Finnen und wurde mit einem der leichtesten Torerfolge seiner Karriere belohnt. Ganz in Ruhe konnte er in den verwaisten Kasten einschieben, nachdem Hovinen den Puck irrtümlich von hinten gegen das eigene Tor bugsiert hatte.

BDas Spiel plätscherte im Mitteldrittel ähnlich wie zu Beginn zunächst etwas vor sich hin, ehe sich Rooster-Talent Lean Bergmann ohne erkennbare Not, lange nachdem abgepfiffen war, zu einem Stockcheck ins Gesicht von Marco Nowak hinreißen ließ. Die fällige fünf Minuten plus Spieldauer-Strafe wurde allerdings von der Tatsache, dass auch der Co-Kapitän der DEG für zwei Minuten runter musste, etwas entschärft. So lief die Strafzeit verhältnismäßig ereignisarm ab. Auch zur Spielhälfte waren Iserlohn-ungewöhnlich erst zwei Tore gefallen. Lukas Laub scheiterte einmal knapp, richtig Fahrt nahm die Partie aber erst ab Minute 35 auf. Da kombinierten sich die Rot-Gelben richtig sehenswert zur Führung. Philip Gogulla hatte gesehen, dass sich Kevin Marshall schön freigelaufen hatte. Der Verteidiger setzte sich in bester Stürmermanier durch und legte den Puck stark direkt vors Tor, wo Jaedon Descheneau die Lücke in den langen Beinen Hovinens fand und zum 2:1 verwandelte. Das währte allerdings nicht lange. Mathias Niederberger konnte nach einer Köppchen-Unachtsamkeit zwar noch stark gegen Jake Weidner reagieren, Sekunden später war der Nationalgoalie allerdings machtlos. Erneut hieß der Torschütze Anthony Camara. Der verabschiedete sich dann allerdings zum Schutz vor weiteren Toren erst einmal auf die Strafbank. Als ihm kurz darauf Teamkamerad Dylan Yeo folgte, durften die Rot-Gelben pausenübergreifend für kurze Zeit mit zwei Mann mehr auf dem Eis agieren.a

Ein Pfostentreffer von Ryan McKiernan kurz vor dem Break, der Treffer dann in Drittel Drei. Mustergültig heruntergespielte Überzahl über Calle Ridderwall, Kenny Olimb und letztlich Alex Barta – wie sollte es an diesem Tag auch anders sein. 33 Sekunden nach Beginn des Schlussabschnitts war Rot-Gelb wieder in Front. Danach hatten die Gastgeber einige Unterzahlsituationen zu überstehen, teilweise sogar doppelt. Aber die bravourös kämpfenden Mannen von Harold Kreis hielten sich wacker. Iserlohn blieb zu jeder Zeit giftig, jedoch ohne zwingende Ideen, wie der abermalige Ausgleich gelingen sollte. Richtig sturmlaufig wurde der Endspurt der Gäste denn auch nicht. Kurioserweise kribbelte es noch einmal kurz vor dem Ende. Nachdem Rot-Gelb eine Einladung der Gäste durch ein erneutes Fünf gegen Drei nicht angenommen hatte, zischte ein Schuss unmittelbar vor der Schlusssirene noch knapp am Pfosten vorbei. Doch dieses Glück haben sich die Düsseldorfer dieses Jahr wohl verdient und brachten den Sieg letztlich über die Zeit.

Noch einmal DEG-Eishockey in 2018. Zum Abschluss des Kalenderjahrs geht es auf Reisen. Am Freitag steht um 19.30 Uhr das erste Bully beim ERC Ingolstadt in Bayern auf dem Programm. Nächstes Heimspiel im ISS DOME ist dann am 4. Januar, wenn Tabellenführer Adler Mannheim sich die Ehre gibt.

Strafminuten: DEG 12 – Iserlohn 35

Foto: DEG

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