DEG: 5:1 gegen Iserlohn

Werbung

Düsseldorf. Über vier Jahre ist es her, dass die Düsseldorfer EG zuletzt auf eigenem Eis gegen die Iserlohn Roosters verloren hat. 1482 Tage um genau zu sein. Nach der bitteren und torlosen Niederlage am Freitag in Augsburg ging es an diesem Sonntag vor allem darum, irgendwie drei Punkte in Düsseldorf zu behalten. Dass das 5:1 (2:0; 3:1; 0:0) ein blitzsauberer, hoch verdienter, nie gefährdeter und geschmeidig herausgespielter Sieg war, machte das Ganze umso schöner.

Am Freitag noch hatte sich die Mannschaft von Harold Kreis 60 Minuten lang vergeblich bemüht, das Tor zu treffen. Heute zappelte die Scheibe nach gerade einmal 20 Sekunden im Netz der Roosters. Stürmer Alexandre Grenier spielte hinter der Grundlinie stehend einen Katastrophenpass mitten in den Slot in den Schläger von Jerome Flaake. Der nahm dankend an, drehte sich und versenkte die Scheibe im Tor. Die Gäste versuchten das Missgeschick schnell abzuschütteln. Eine Direktabnahme von Chris Rumble aus dem rechten Bullykreis flog bei angezeigter Strafe gegen die DEG gefährlich in Richtung Mathias Niederberger (2.). Das sich anschließende Überzahlspiel der Sauerländer war dagegen harmlos. Vielmehr hätte es auf der anderen Seite ein weiteres Mal klingeln können. Ken-André Olimb war auf und davon, scheitere aber an Anthony Peters im IEC-Tor (3.). Im weiteren Verlauf des ersten Drittels hatten die Roosters zunächst mehr vom Spiel und waren häufiger an der Scheibe. Allmählich gewann dann die DEG die Kontrolle über das Geschehen. Definitiv ein Tor verdient gehabt hätte eine schnelle Kombination über Marc Zanetti von der blauen Linie, der rechts raus zu Flaake legte, der die Scheibe wiederum schnell durch den Slot zu Luke Adam passte. Bei dessen Abschluss stand wieder Peters im Weg (9.). Mit Ablauf eines Überzahlspiels legte die DEG nach. Bernhard Ebner hatte von der blauen Linie geschossen und damit für viel Chaos vor dem Gästetor gesorgt. Alex Barta bekam die Scheibe als erster unter Kontrolle und brachte sie aus spitzem Winkel unter dem Ellenbogen von Peters hindurch im Tor unter (18.). Die Führung zur Pause war absolut verdient.

Zum zweiten Drittel kam die DEG sehr schwungvoll aus der Kabine. So dauerte es nicht lange, bis die DEG-Fans unter den 10.896 Zuschauern erneut jubelten. Die Gäste guckten Reid Gardiner und Maxi Kammerer fast schon ehrfürchtig dabei zu, wie sie sich durch deren Drittel kombinierten und sich Kammerer so in Position lief, dass er den Pass von Gardiner mühelos verwerten konnte (22.). Peters verließ darauf hin das Tor und machte Platz für Andreas Jenike. Tim Fleischer hätte dem Match eine neue Dynamik verpasse können, scheiterte aber mit seinem Alleingang an Niederberger (23.). In Überzahl traf Rihards Bukarts mit Schmackes den Posten (25.). In einem weiteren Powerplay hielt Olimb seinen Schläger in einen Pass von Kammerer von der rechten Bande und lotste ihn so durch die Schoner von Jenike ins Tor. Es war der 100. rot-gelbe Saisontreffer (29.). Dieses Mal fand die Mannschaft von Jason O’Leary direkt eine passende Antwort. Niederberger hatte seinen Stock verloren und war so gegen den Schuss von Jacke  Weidner machtlos (29.). Die DEG sorgte aber gleich wieder für klare Verhältnisse. Flaake schloss einen Konter über Olimb und Adam, der Flaake von halblinks auflegte, zum 5:1 ab (30.). Oft tat sich die DEG in dieser Saison schwer, in einem ganzen Spiel mehr als zwei Tore zu schießen. Nun hatte sie im zweiten Drittel drei Treffer nachgelegt.

Im Schlussdrittel brachte die DEG den Sieg ganz locker nach Hause und war dabei über weite Strecken die bessere und aktivere Mannschaft. Mit diesem überzeugenden Sieg hat die DEG wieder Tuchfühlung zum sechsten Platz und zur direkten Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale aufgenommen. Denn der ERC Ingolstadt unterlag gleichzeitig bei den Thomas Sabo Ice Tigers und hat nun nur noch einen Punkt Vorsprung auf die DEG, aber schon ein Spiel mehr absolviert.

Das kommende Wochenende, das letzte vor der Länderspielpause, wird also im Zeichen des Angriffs auf den sechsten Platz stehen müssen. Die Aufgaben werden indes alles andere als einfach: Am Freitag gastiert die DEG bei den stets unangenehm zu spielenden Schwenninger Wild Wings (Spielbeginn 19:30). Am Sonntag reisen die Grizzlys Wolfsburg, auch nicht gerade ein Lieblingsgegner der Rot-Gelben, nach Düsseldorf ( 16:30 Uhr).

Werbung