De Elf Pille: Jubelsitzung bringt Rheingoldsaal zum Kochen

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Angermund. Die Entscheidung, den Rheingoldsaal für die Jubelsitzung zu nutzen, war goldrichtig. Bereits eine Stunde vor Programmbeginn strömten die Gäste in Scharen in den geschmückten Kuppelsaal der Rheinterrasse. Als dann Linsending um 18.30 Uhr den Eisbrecher machte, standen die ersten Gäste der Karnevalsgesellschaft De Elf Pille auf den Stühlen.

Etwa 50 Uniformierte begleiteten die Prinzenpaare Gerd und Susi sowie die Kinder Moritz II., Louisa I. und Paginnen Muriel und Tara auf die Bühne. Der Verein, der 2012 noch kurz vor der Auflösung stand, erblüht im 66. Jahr des Bestehens in voller Blüte.

Gleich drei Prinzen machten der Elf Pille ihre Aufwartung: Prinz Axel aus Düsseldorf mit seiner Venetia Jula, Prinz Bernd aus Ratingen mit seiner Ratingia Claudia und Prinz Axel aus Mönchengladbach mit seinem Niersius Thorsten. Begleitet wurden alle von stattlichen Abordnungen der Garden und Musikzügen.

Präsident Tim A. Küsters hatte für das Jubiläum ein sechstündiges Programm zusammengestellt. Dabei stimmte die Mischung zwischen Karneval und Party. Jens Singer als „Dä Schofför der Kanzlerin“ stand dabei für die klassische Büttenrede. Er wurde von 3×3 Kanzlerinnen aus dem Publikum überrascht.

Christian Pape und Dr. Stefan Bimmermann sorgten auch zu später Stunde noch für Lachsalven und heizten den Saal tropisch ein.

Einen ruhigen Moment bescherte Bruce Kapusta mit seiner Trompete. Seit 20 Jahren steht er als der Clown mit der Trompete im Karneval auf der Bühne. Das Prinzenpaar Gerd und Susi hatten sich diesen Künstler ausdrücklich gewünscht. Und der Wunsch wurde ihnen erfüllt. Auch er dürfte erst nach einer Zugabe von der Bühne gehen.

Aus den eigenen Reihen überzeugten die Angerfunken mit neuer Stärke und tollen Tänzen. Beim Showtanz gab es direkt zwei Kostümwechsel. Eine tolle Choreographie, vom Trainerteam aus Nicole Mager, Adriane Fettweis, Sabrina Krüger und Ivonne Kaufmann einstudiert wurde.

Kokolores musste nur die ersten Takte von „Überall nur Jecke“ anstimmen, um die längste Polonaise des Abends zu starten. Auch bei „Jeck United“ aus Krefeld wurde kräftig mit-gehöppt.

Den Kracher des Abends lieferte die Fauth Gentlemen Company. Die Herren zeigten, dass auch der männliche Showtanz im Karneval seinen Platz hat. Mit toller Körpersprache und eindrucksvoller Präzision überzeugten sie und empfahlen sich für weitere Auftritte.

Das ohnehin durch Künstler vom Niederrhein geprägte Programm fand seinen Höhepunkt im Auftritt der „Kleefse Tön“. Junge und sympathische Menschen strahlten auf der Bühne ihre Leidenschaft für Musik aus. Bis halb eins hielten sie den Saal auf Betriebstemperatur und sorgten für nicht endende Beifallsstürme.

Foto: privat

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