Dauergrau oder weiße Flocken 

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Bonn. Die Wetterlage stellt sich in den nächsten Tagen um.  Möglich sind dann aber zwei Wettervarianten. Ob das Zünglein an der Waage eher in Richtung anhaltendem Dauergrau ausschlägt oder auf frühwinterliche Flocken zeigt, erklärt Björn Goldhausen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte sich eine Umstellung der Wetterlage angekündigt. Da unser derzeitiges mitteleuropäisches „Dauergrauhoch“ aber ziemlich träge und zäh ist, geht diese Umstellung sehr gemächlich voran. Die Spannung wird also langsam aufgebaut und gesteigert, denn zwei Varianten sind möglich. Entweder grüßen weiße Flocken oder es ändert sich kaum etwas.

Björn Goldhausen, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline, erklärt: „Am kommenden Wochenende geht dem Hoch bei uns langsam die Puste aus.“

Gleichzeitig bekommt es über dem Atlantik allerdings Verstärkung. Dort baut sich zum Ausgang des Wochenendes und zu Beginn der kommenden Woche dann ein mächtiges Hochdruckbollwerk auf. Für unser Wetter bringt die Verlagerung des Hochs zwei mögliche Folgen mit sich.

Variante 1: Schluss mit Dauergrau und her mit „weißem Regen“
Goldhausen erläutert: „Die spannendere Variante von beiden ist, dass wir genau zwischen dem Hoch und einigen Tiefs über Nordosteuropa liegen.“ Die Folge wäre eine nasskalte Nordströmung mit Schnee in den Bergen. Im weiteren Verlauf wäre dann bei dieser Variante gut möglich, dass sich die Tiefs auch genau über uns niederließen. Dann würde Frau Holle auch im Flachland grüßen. Sollten sie allerdings weiter westlich zum Liegen kommen, dann würde zumindest in den Bergen wieder eine milde ‚Süddüse‘ um die Ohren fächeln. 

Variante 2: „Gammellage“
Wenn das Hoch aber sehr kräftig ist und seine Fühler bis nach West- und Südwesteuropa ausstreckt, bedeutet das für uns weiterhin ruhiges Novemberwetter. „Nur im Nordosten rauschten dann zeitweise auch Wetterfronten durch. Alles in allem aber bliebe uns weiterhin eine triste Wetterlage. Die in der Meteorologie umgangssprachlich auch als ‚Gammellage‘ bezeichnet wird“, erläutert Goldhausen.

Es ist also noch viel Spielraum beim Wetter für die kommende Woche, aber definitiv kommt etwas Schwung in die Wetterküche. Alle die es kaum noch abwarten können, die ersten wilden Flocken zu sehen, müssen jetzt die Daumen drücken. 

Es ist übrigens in weiten Landesteilen nicht ungewöhnlich, dass es Ende November oder Anfang Dezember den ersten Schnee gibt. Eine Prognose für Weihnachten oder einen harten Winter ist zum jetzigen Zeitpunkt aber einfach unmöglich.  

Archivbild

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