Däumchen drücken am Welttag der Philosophie

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Tiefenbroich. An diesem Donnerstag, 19. November, ist Welttag der Philosophie. Ausgerufen wurde er 2006 von der UNESCO. Philosophie versucht die Welt und die menschliche Existenz zu ergründen. Horst Brink aus Tiefenbroich, von dem der Lintorfer schon des öfteren Gedichte veröffentlicht hat, möchte mit seinem Gedicht „Däumchen drücken“ versuchen, die dunklen Wolken der Corona-Pandemie etwas beiseite zu schieben. Seine Sicht der Dinge möchte  er mit einem leichten Augenzwinkern zum „Welttag der Philosophie“ nicht allzu kritisch, aber dennoch nachdenkenswert servieren.

Däumchen drücken…
Wie sieht’s aus und was wird sein?
Fragen quälen ungemein,
ungewiss, bedrückt und schwer
trägt man vieles vor sich her.

Jeder nun auf seine Weise
zieht im Viereck seine Kreise,
um sich letztlich zu gesteh’n:
Nur nach vorn darf man jetzt seh’n.

Man berät sich und gibt klare
gutgemeinte Kommentare,
deren substanzieller Wert
einem in die Knochen fährt.

Falten auf der Stirn bedeuten,
dass Gedanken mit erneuten,
unverständlich schweren Dingen
nun um eine Lösung ringen.

Nicht viel sprechen, nicht viel fragen,
scheint mir der Verstand zu sagen,
einfach nur zusammenrücken
und halt wieder Däumchem drücken…

Horst Brink

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