"Dat Bergsche Wort" gibt es beim Heimatverein

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Lintorf/Wülfrath. Am vergangenen Samstag stellte Marc Real im Niederbergischen Museum in Wülfrath die erste Ausgabe der Zeitschrift „Dat Bergsche Wort“ vor. Auch der Lintorfer Heimatverein ist in der neuen Zeitschrift mit einem Beitrag von Ewald Dietz vertreten.

Die Idee, eine Zeitschrift mit Mundartartikeln aus Ortschaften des niederbergischen Landes zwischen Kettwig und Velbert, des Angerlandes um Ratingen, des Neandertals bei Mettmann und das Bergische Städtedreieck von Wuppertal, Solingen und Remscheid herauszugeben, konnte er jetzt mit einer Förderung durch das Heimatministerium verwirklichen. Seit er im Oktober die Zusage erhielt, haben sich mehr als 40 Personen und Vereine gemeldet, um sich am Projekt zu beteiligen. An der fertigen Zeitung sind 21 Personen mit Dialekten aus 15 Orten beteiligt. Die 16 Seiten zeigen, wie vielseitig heute mit den bergischen Regionalsprachen gelebt wird.

Der Verein Lintorfer Heimatfreunde ist darin vertreten mit dem Psalm 23. Den hatte Ewald Dietz auf Wunsch von Pfarrerin Susanne Hasselhoff 2017 in Lengtörper Platt übersetzt und in einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche vorgetragen – und großen Beifall geerntet.

Die Ratinger We-iter erinnern in ihrem Beitrag mit „Dä Jlöckspenning“ und „Zwischen den Jahren“ an die Mundart-Autorin Lore Schmidt.

Für jeden Geschmack ist etwas dabei: Lokale Information über örtliche Besonderheiten, aktuelle Berichte und historische Texte aus dem Ruhrtal, Niederberg, von Anger und Düssel und von der Wupper.

Vor etwa einem Jahr initiierte der 21-jährige Student aus Kettwig das Projekt bergischplatt.de.

Sein Interesse für die Sprache wurde bereits mit zehn Jahren geweckt, als er ein Buch über Werdener Platt in die Hand bekam und feststellte, dass es hier bei uns vor der Haustüre eine fast vergessene Sprache gibt, die man in keiner Schule lernen kann.

Marc Real beschäftigt die Frage, wie  präsent die Dialektlandschaft im Bergischen heute eigentlich ist und er nahm in den letzten Monaten Kontakt zu den Heimatvereinen und Mundart-Gemeinschaften auf. (Siehe auch Quecke Nr. 89)

Die jetzt erschienene Zeitung ist im Büro des Vereins Lintorfer Heimatfreunde, im zweiten Stock des Lintorfer Rathauses, während der Bürozeiten (montags und freitags von 10 bis 13 Uhr) kostenlos erhältlich.

Foto: privat

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