Das verlorene Kopftuch im Tragödchen

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Ratingen. Am Donnerstag, 3. Mai, 20 Uhr stellt das Ensemble-Mitglied des Tragödchen, Nadine Pungs, im Buch-Café Peter und Paula, Grütstraße 3-7, ihr im Malik Verlag erschienenes Buch „Das verlorene Kopftuch“ vor. Es ist ein mitreißender Bericht über ihre Iranreise im Jahr 2016. Die Musik an diesem Abend kommt von zwei iranischen Musikern: Dem Gitarristen und Percussionisten Omid Bahadori und der Cellistin Donja Djember, Cello-Lehrerin an der Ratinger Jugendmusikschule. Unterstützt werden sie außerdem von den Tragödchen-Musikern Olaf Buttler und Stephan Wipf.

Ein Glas Wein trinken, ohne Kopftuch über die Straße laufen und einfach einen Mann küssen. Da, wo Nadine Pungs sich hinbegibt, ist all das strengstens verboten, werden Frauenrechte nicht geachtet und können selbst alltägliche Dinge mit Peitschenhieben bestraft werden. Ihr Ziel: der Iran. Mit Schmugglerbussen und Taxifahrern, die während der Fahrt zum Himmel beten, reist sie von Teheran über den Persischen Golf im Süden bis fast an die Grenze von Aserbaidschan im Norden. Dabei wollte sie herausfinden, wie der Iran abseits westlicher Klischees tatsächlich tickt.

Nadine Pungs, geboren 1981, hat Literaturwissenschaft und Geschichte studiert. Seit vielen Jahren zieht es sie auf der Suche nach Intensität und Schönheit immer wieder in die Welt. Zumeist allein. Wenn sie nicht reist, steht sie als Kleinkünstlerin auf den Brettern, die die Welt bedeuten. So auch seit langem im Ratinger Tragödchen.

Foto: privat

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