Cromford – Ratingens erstes Start-up?

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Ratingen. Beim Cromford Gespräch wurde der Geschäftsplan von Johann Gottfried Brügelmann, der vor 200 Jahren die erste Fabrik auf dem Kontinent gründete, einem modernen Gschäftsplan gegenüber gestellt.

Wie sähe der Geschäftsplan eines Unternehmers aus, der vor mehr als 200 Jahren sein Unternehmen gründete? Wie hat er den Markt für sein Produkt und seine Konkurrenten eingeschätzt, welche Marketingstrategien geplant und wie muss man sich seinen Kostenplan vorstellen? Haben sich seine unternehmerischen Strategien eigentlich von denen heutiger start ups unterschieden?  Dieser Frage haben sich Museum und Förderverein in ihrem traditionellen Cromford-Gespräch gestellt – eine ungewöhnliche Gegenüberstellung einer heutigen Geschäftsgründung mit dem Geschäftsplan für Cromford vor über 200 Jahren.

In einem überaus spannenden Vortrag stellte Museumsleiterin Claudia Gottfried den Geschäftsplan und die Aktivitäten des Johann Gottfried Brügelmann vor. Der Terminus war ein anderer, sicher, aber wie ähnlich waren die Aktivitäten von der Marktforschung über die Verkaufsförderung bis hin zum Vertrieb. 

Der Vorsitzende des Fördervereins, Wolfgang Küppers, konnte in 30 gespannte Gesichter schauen. Und ganz besonders in die Gesichter von Jörg Brügelmann und Josef Brügelmann (extra aus Rhede angereist), die überrascht waren, welche Parallelen sich auftaten, aber auch über das, was ihr Vorfahre schon strategisch alles in die Wege geleitet hatte.

Im Herrenhaus, das übrigens zur Kreditwürdigkeit wesentlich beisteuerte, wurde dieser überaus abwechslungsreiche Vortrag, den man sonst einem Businessplan nicht unbedingt unterstellt, begleitet von anspruchsvoller Musik auf der Laute und Gitarre von Fördervereins-Mitglied Peter Baumann. Mit ausgewählten Musikstücken machte er die Zeit Brügelmanns auch hörbar erlebbar. Ein bemerkenswerter Vormittag im Herrenhaus.

Foto: privat

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