Corona: Neue Verfügung des Kreises Mettmann

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Kreis Mettmann. Aufgrund der steigenden Fallzahlen in der Corona-Pandemie ist es für das Gesundheitsamt zunehmend schwierig, schnell Quarantäne für positiv Getestete und deren enge Kontakte auszusprechen. Deshalb hat der Kreis Mettmann jetzt eine neue Allgemeinverfügung zur Anordnung von Quarantäne erlassen, die an diesem Mittwoch in Kraft.

Demnach muss, wer aufgrund von Krankheitssymptomen auf das Coronavirus getestet wird, sich unverzüglich in häusliche Quarantäne begeben. Die Quarantänepflicht gilt so lange, bis ein negatives Testergebnis vorliegt.

Positiv auf das Corona-Virus getestete Personen haben sich ab Bekanntwerden des Testergebnisses in häusliche Quarantäne zu begeben. Wenn keine Krankheitssymptome vorliegen oder während der Quarantäne auftreten, endet die Quarantäne zehn Tage nach dem Test.

Bei Auftreten von Krankheitssymptomen verlängert sich die Quarantäne, bis die Symptome 48 Stunden ununterbrochen nicht mehr vorliegen.

Für Haushaltsangehörige wird gleichzeitig eine 14-tägige häusliche Quarantäne angeordnet. Ein negatives Testergebnis führt nicht zur Verkürzung der Quarantäne.

Die Allgemeinverfügung regelt ferner für wenige Bereiche mögliche Ausnahmen. Zum Beispiel kann das Gesundheitsamt für Personal kritischer Infrastrukturen unter besonderen Voraussetzungen Ausnahmen zur Ausübung der beruflichen Tätigkeit zulassen, wenn keine Krankheitssymptome vorliegen.

Infizierte und deren Haushaltsangehörige sind außerdem verpflichtet, sich unverzüglich beim Gesundheitsamt zu melden. Die Formulare (Meldung eines positiven Tests, Meldung von Kontaktpersonen) finden sich auf der eigens für das Corona-Thema geschalteten Internetseite des Kreises www.sonderlage-kreis-mettmann.de

Die Quarantäne-Anordnungen wurden in der Vergangenheit in jedem Einzelfall getroffen, sobald dem Gesundheitsamt die entsprechenden Laborergebnisse vorlagen und die nötigen Daten zur Kontaktaufnahme ermittelt werden konnten.

Inzwischen erhalten positiv auf Corona getestete Personen häufig die Ergebnisse des Tests früher als das Gesundheitsamt. Eine Verzögerung bei der erforderlichen Isolierung dieser Personen und der mit ihnen in einem Haushalt lebenden Personen ist aber nicht hinnehmbar, sodass die Anordnung nun bereits mit der Allgemeinverfügung erfolgt. Dies gilt auch für symptomatische Personen bis zur Abklärung einer möglichen Infizierung.

Allgemeinverfügung des Kreises Mettmann

Foto: Pixabay

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