Citykauf: Wochenmarkt erhalten

Werbung

Ratingen. Am vergangenen Freitag teilte das Ordnungsamt kurzfristig den Marktbeschickern mit, dass ein Teil des Marktes ab. 2. Juni zugunsten der Außengastronomie in die Minoriten- und Oberstraße verlegt werden soll (der Lintorfer berichtete). Diese offenbar schon länger geplante Idee der Ratingen Marketing GmbH sorgte in Ratingen für Unruhe. Jetzt meldet sich auch der Citykauf Ratingen mit einer Stellungnahme.

„Mal abgesehen von der nicht gelungenen Kommunikation, ist es für uns vollkommenen unverständlich, dass durch wenige Akteure eine stadtgeschichtlich über Jahrhunderte entstandene und die Ratinger Innenstadt prägende Struktur über Bord geworfen werden soll“, heißt es in einer Stellungnahme der Ratinger Einzelhandesgemeinschaft. Ein Wochenmarkt, der zerrissen und in die Nebenstraße verlegt werde, sei nicht mehr der Mittelpunkt der Ratinger Innenstadt und verlöre seine positive Prägung für die Stadt.

Die Marktbeschicker sorgen dafür, dass die Ratinger Innenstadt, der Einzelhandel, die Dienstleister und die Gastronomie vom beliebten Angebot des Marktes profitieren. Das nicht abgestimmte Vorgehen des Ordnunsamtes und der Ratingen Marketing sei Ausdruck fehlender Wertschätzung gegenüber den Marktbeschickern und ihren Familien. Die garantierten nicht nur bei Sonnenschein, sondern bei Wind und Wetter und vielfach seit Jahrzehnten den Ratinger Wochenmarkt und damit Leben in der Innenstadt.

Die Gastronomie, die sich am Marktplatz entwickelt hat, ist ein wichtiger Anziehungspunkt für Besucher der Innenstadt, hat keine Nachteile durch einen Wochenmarkt, der an drei Vormittagen in der Woche den Marktplatz nutzt. Die Gastronomie profitiert von dem lebendigen Miteinander und kann den Marktplatz an vier Vormittagen, sieben Nachmittagen und sieben Abenden nutzen, so Bernhard Schultz, Vorsitzender des Citykaufs.

Die Nachteile, die neben dem Einzelhandel und den Dienstleistern auch die Gastronomie durch die Corona-Krise erlitten hat, können und müssen durch andere Maßnahmen abgemildert werden. „Die nachhaltige Struktur und Perspektive des Wochenmarktes zur Disposition zu stellen, ist das falsche Signal für alle Beteiligten und eine lebendige Ratinger Innenstadt“, heißt es abschließend in dem Papier der Ratinger Händler.

Die Außengastronomie auf dem Marktplatz am Mittwoch gegen 13 Uhr (Foto: privat)