Chronik der Düsseldorfer Rabbinerfamilie Rosenberg

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Düsseldorf. Am eintrittsfreien Sonntag, 20. Oktober, kann ein besonderer Blick in die Sammlungspräsentation des Stadtmuseums, Berger Allee 2, geworfen werden. Christoph Danelzik-Brüggemann stellt um 15 Uhr die Familienchronik der Düsseldorfer Rabbinerfamilie Rosenberg vor. Anlass ist die abgeschlossene Transkription der deutschen und hebräischen Passagen dank der Unterstützung Jürgen Wolferings, Keyworker, und Michael Naors, Präsident der Düsseldorfer Franz-Rosenzweig-Loge. Beide werden am Sonntag das Exponat gemeinsam mit dem Sammlungsleiter als besonderen Höhepunkt aus der Vitrine nehmen. So haben die Gäste des Stadtmuseums die Gelegenheit, Informationen über den Zustand und Inhalt des kleinen Buches zu erfahren.

1825 erfolgte der erste Eintrag durch Gabriel Rosenberg, der eine Testamentsabschrift samt Einleitung des Rabbiners Halberstadt aus dem Jahr 1761 enthält. Da innerjüdische Dokumente des 18. und 19. Jahrhunderts aus den Rabbinerfamilien des niederrheinischen Tieflandes sehr selten sind, stellt die Familienchronik eine wichtige Quelle für jüdische Ritualgeschichte sowie jüdische Familienforschung dar. Von grundlegender stadtgeschichtlicher Bedeutung ist zudem, dass das Manuskript auf zwei Düsseldorfer Rabbiner des 18. Jahrhunderts und auf zwei des 19. Jahrhunderts Bezug nimmt, die das Gemeindeleben nachhaltig geprägt haben. So verwundert es nicht, dass die Familienchronik der Rosenbergs das erste „Objekt des Monats“ der Deutschen Digitalen Bibliothek wurde.

Familienbuch der Rabbinerfamilie Rosenberg, Düsseldorf, 1825 – 1916
© Landeshauptstadt Düsseldorf/Stadtmuseum

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