Verkehrsentwicklung im Ganzen betrachten

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Lintorf. Der Antrag  der Grünen, die Speestraße umzuplanen (Grüne wollen Speestraße umgestalten), hat bei vielen Lintorfern zu erheblichen Irritationen geführt. „Uns erreichen besorgte Anrufe von Händlern und Gewerbetreibenden, die sich mindestens irritiert und zuweilen deutlich verärgert zeigen“, so Oliver Thrun, Ratsmitglied und CDU-Ortsverbandsvorsitzender. Auch die Bürger-Union Ratingen (BU) hat Zweifel an dem Vorschlag der Grünen. „Beim Lesen des Antrages kommen Zweifel auf, ob sich die Grünen die Speestraße richtig angesehen haben, denn einige aufgezeigte Missstände sind gar nicht wie beschrieben vorhanden“, sagt BU-Ratsmitglied.

Die von den Grünen vorgheschlagene Umgestaltung der Speestraße könne, wenn überhaupt, höchstens im Gesamtzusammenhang einer bereits seit 2014 immer noch nicht abgeschlossenen Verkehrsplanung für Lintorf erfolgen, so die Christdemokraten und die Bürger-Union in ihren jeweiligen Pressemitteilungen. „Hierbei darf dann auch nicht vergessen werden, dass in den kommenden 20 Jahren Neubauvorhaben in Lintorf mit mehreren tausend Einwohnern berücksichtigt werden müssen“, warnt die BU.

Wie der notwendige Verkehr dann ohne eine Umgehung fließen solle, bleibe das Geheimnis der Grünen. „Seit vielen Jahren warten wir auf den Verkehrsentwicklungsplan für Lintorf/Breitscheid, der zwischenzeitlich auch die Auswirkungen der Westbahn und einer Haltestelle in Lintorf berücksichtigen muss“, so Thrun von der CDU.

Da könne man doch nicht unabgestimmt eine Einzelmaßnahme fordern, die dann erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Ortsinfrastruktur und die weitere Planung hätte. Ohne eine Umgehungsstraße erscheint der CDU Lintorf das Vorhaben unrealistisch. Das gleiche gilt für den Planungsansatz für bereits dieses Jahr.

„Zunächst einmal müssen bereits beschlossene Maßnahmen wie das Verkehrskonzept abgearbeitet werden“, sagt Meike Paprotta, CDU-Ratsmitglied aus Lintorf. Dazu sei es seit vielen Jahren gute Praxis, solche Entwicklungen ganzheitlich zu denken, mit Bürgerbeteiligung und Politik abzustimmen und gemeinsam nach vorne zu bringen. „Diese Vorgehensweise schürt Erwartungen, die aktuell unerfüllbar sind und hinterlässt dann nur Frustration“, so Paprotta.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Überlegungen innerhalb der Lintorfer Händler und Dienstleister über eine Umgestaltung der Speestraße zu einer Einbahnstraße oder zu einer Fußgängerzone.

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