Caritas: Mitmachzirkus endet mit einer Aufführung

Werbung

Ratingen. Höchst zufriedenstellend für alle ist der Osterferien-Mitmachzirkus der Caritas mit einer Aufführung zu Ende gegangen.

Ratinger Kinder, insbesondere aus geflüchteten und eingewanderten Familien, hatte der Caritasverband für den Kreis Mettmann in der zweiten Woche der Osterferien eingeladen zum Bewegungs- und Spielangebot Mitmachzirkus in der Turnhalle der Erich-Kästner-Schule. Dieses Projekt hatte der Caritasverband in Ratingen bereits in den Herbstferien 2017 sowie den Osterferien 2018 angeboten, und ein Teil der Kinder waren „Wiederholungstäter“.

Organisiert hatte das viertägige Angebot Heiko Richartz, verantwortlich für die Caritas-Kampagne „vielfalt. viel wert.“ im Fachdienst für Integration und Migration. „Ziel meiner Arbeit ist es, Begegnungen zwischen verschiedenen Nationalitäten und Kulturen zu ermöglichen, denn nur so lassen sich Vorurteile wirksam abbauen“, sagt Richartz. Die Idee habe sich in Ratingen nun zum dritten Mal als erfolgreich erwiesen. Die Kinder und ihre Eltern hätten ihn nach der Abschlussvorführung mehrfach gebeten, das Angebot zu wiederholen.

Dass das Ergebnis so positiv ausgefallen ist, ist dem Mitmachzirkus Düsseldorf zu verdanken, den die Caritas mit dem Angebot beauftragt hatte. „Wenn es so ein schönes Projekt wie dieses ist, läuft es beinahe von alleine“, meint Zirkuspädagoge Olaf Schmeißer, der die Kinder mit einem dreiköpfigen Team betreut hatte. „Zunächst bieten wir diverses Spielzeug an, etwa Hula Hoop-Reifen, Jonglage-Material, Balanciermöglichkeiten oder Einräder. So sehen wir, welches Kind was annimmt, und so lerne ich die Teilnehmenden kennen. Die Kinder folgen ihren Interessen und entwickeln ihren Mut innerhalb der Gruppe. Nach und nach bieten wir mehr Spielgeräte an, und wenn die Kinder deren Nutzung lernen wollen und dazu Hilfe benötigen, finden sie sich automatisch zu Teams zusammen.“

Angemeldet waren rund 25 Kinder zwischen acht und 14 Jahren aus verschiedenen Herkunftsländern und natürlich auch aus Deutschland. Der Gedanke des Caritas-Projektverantwortlichen habe sich bestätigt, unterstreicht Schmeißer: „Die Kinder sind problemlos und vorurteilsfrei miteinander umgegangen. Sie müssen sich zwar an die unterschiedlichen Temperamente gewöhnen, die sich durchaus bemerkbar machen, aber es gibt keinen Stress. Sie haben sich zu Teams zusammengefunden und aufführungsreife Nummern einstudiert, die sie gemeinsam entwickelt haben.“

Die neunjährige Alisa hat nun schon zum dritten Mal teilgenommen und das Ferienangebot genossen: „Es macht richtig Spaß und ich lerne jeden Tag etwas Neues.“

Vanessa, acht Jahre alt, war zum ersten Mal dabei. Sie meint: „Es hat mir gut gefallen, ich habe neue Freunde getroffen und gelernt, Einrad zu fahren und auf der Slackline zu balancieren.“

Zum Abschluss des Ferienangebots hatten die Eltern Gelegenheit, eine kleine Aufführung in der Turnhalle zu erleben und waren erstaunt, was ihre Kinder gelernt hatten.

Foto: Caritasverband

Werbung