Caritas: Ehrenamtliche backen für Flüchtlinge

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Ratingen. Das zweite Corona-Weihnachten steht bevor und bedeutet gerade für die Bewohnerinnen und Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte eine triste Zeit. Wieder können Weihnachtsfeiern aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden. Die Ehrenamtlichen der Caritas-Flüchtlingshilfe haben sich daher aufgemacht, um für jeden einzelnen Bewohner und einzelne Bewohnerin der städtischen Flüchtlingsunterkünfte Weihnachtsplätzchen zu backen und diese mit einem weihnachtlichen Gruß in den Unterkünften zu verteilen.

Während in den letzten Jahren durch Wunschbaumaktionen und Firmenspenden insbesondere die Kinder mit Geschenken bedacht wurden, sollte in diesem Jahr ein neuer Akzent gesetzt werden. Alle Bewohner werden mit einem Gruß aus der Küche bedacht, Kinder wie Erwachsene. Und das bedeutet, dass sich in diesem Jahr auch viele alleinstehende Männer über den Weihnachtsgruß freuen können.

Gerade sie haben größere Schwierigkeiten auf dem Wohnungsmarkt eine Wohnung zu finden und wohnen bereits jahrelang in den beengten Unterkünften. Und das, obwohl sie teils seit Jahren Arbeit haben. Aber auch einzelne Familien wohnen in den Unterkünften, gerade in den letzten Wochen sind einige Familien neu in Ratingen angekommen.

„Ein kurzer Aufruf an die Ehrenamtlichen genügte und nun haben wir kiloweise feinstes Weihnachtsgebäck von den Ehrenamtlichen aus der Flüchtlingshilfe und aus einer Gemeinde bekommen“, freut sich Ursula Hacket, Koordinatorin der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe.

Misa Mssor, eine syrische Ehrenamtliche erzählt: „Ich habe mir im Internet verschiedene Rezepte aus Deutschland angeschaut und ausprobiert. Es hat Spaß gemacht, diese typisch deutsche Adventstradition mitzumachen. Und ich finde es gut, an die vielen Menschen zu denken, die bisher noch nicht das Glück hatten, eine Wohnung zu finden.“

Cornelia Wilke, ebenfalls ehrenamtlich engagiert: „Wir haben rund 180 Gebäcktüten gepackt und werden für die Kinder zusätzlich ein paar Süßigkeiten und Spiele dazu geben.“

Die Caritas-Ehrenamtlichen Misa Mssor (von links), Hannelore Becker und Cornelia Wilke packen die Gebäcktüten (Foto: privat)