Bundesverdienstkreuz für Buer, Buer und Sproedt

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Lintorf. „Nach 20 Jahren Amtszeit hat man schon einiges erlebt, aber dass bei einer Ordensverleihung gleich drei verdiente Bürgerinnen und Bürger beteiligt sind, das habe ich persönlich noch nicht erlebt”, sagte Landrat Thomas Hendele (links) Dienstag im Sitzungssaal des ehemaligen Rathauses. Im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte er Claudia Sproedt (links) und Manfred Buer das Bundesverdienstkreuz am Bande. Buers Frau Monika wurde mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet.

Sproedt ist Mitarbeiterin des Gemeindebüros in der Evangelischen Kirchengemeinde Lintorf-Angermund und bekam für ihr jahrzehntelanges Engagement im sozialen Bereich die hohe Auszeichnung. Besonders geehrt wurde sie für ihre Hilfe für an der Stoffwechselkrankheit Cystinose leidender Menschen und ihrer Familien sowie für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit im Freundeskreis der Kantorei Lintorf-Angermund. Auch ein Buch hat sie herausgegeben, in dem Eltern chronisch kranker oder behinderter Kinder Ratschläge zur Unterstützung bekommen.

Die Eheleute Buer wurden für ihr langjähriges Engagement im kulturellen Bereich ausgezeichnet. Besondere Verdienste haben sie um die Bewahrung und Vermittlung der Heimatgeschichte des Angerlandes erworben. Durch seine langjährige Tätigkeit als Schriftführer und Vorsitzender des Vereins Lintorfer Heimatfreunde sowie die redaktionelle Betreuung und Herausgabe des Angerländer Heimatblattes „Die Quecke” ist er maßgeblich daran beteiligt, dass in weiten Teilen der Ratinger Bevölkerung das Interesse an der eigenen Heimatgeschichte geweckt und zugleich die alte Geschichte vor dem Vergessen bewahrt werden.

Bei seinen Aufgaben wurde Buer fleißig von seiner Frau mit Rat und Tat unterstützt. Sie selber war lange Jahre lang Beisitzerin im Heimatverein und sowohl persönliche Ansprechpartnernerin als Vertreterin des Vereins. Sie  hatte auch die finanzielle Seite der „Quecke“ übernommen. Ohne ihre Hilfe und Unterstützung wäre das Wirken ihres Ehemannes nicht möglich gewesen. Das Bundesverdienstkreuz ist eine Auszeichnung für  besondere Leistungen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet, für Leistungen, die nicht im Rahmen der beruflichen Tätigkeit erbracht wurden.

„Solch eine Auszeichnung bekommt nicht jeder. Wir sind kein kleiner Kreis mit unseren über 500.000 Bürgerinnen und Bürger. Wir haben zwischen 5 bis 10 Ehrungen pro Jahr“, so der Landrat.

Foto: privat

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