Bürger-Union schlägt freien Museumseintritt vor

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Ratingen. Die Bürger-Union Ratingen (BU) schlägt vor, dass für den Besuch des Museums ab 1. Januar 2020 kein Eintritt mehr genommen wird. Die Einnahmen aus dem Eintrittsentgelt seien so gering, dass man darauf auch gänzlich verzichten könne, begründet die Wählervereinigung ihren Antrag.

Laut Haushaltsentwurf seien für 2018 rund 4360 Euro Einnahmen aus Eintrittsentgelt ausgewiesen. Bei drei Euro Eintritt je Besucher seien demnach an den 310 Öffnungstagen durchschnittlich etwa 14 Euro eingenommen worden. „Das sind weniger als fünf zahlende Besucher am Tag“, sagt Fraktionsvorsitzender Rainer Vogt.

Gleichzeitig entstanden 2018 Gesamtkosten von 911.133,85 Euro für das Museum. Durch das Eintrittsentgelt hätten als weniger als ein halbes Prozent der Kosten gedeckt werden können.

„Vor dem klar erkennbaren Hintergrund dieser Zahlen ist es nach Ansicht der Fraktion der Bürger-Union an der Zeit, den Ratingern und Besuchern unserer Stadt nicht nur, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, sonntags, sondern generell einen freien Zugang zum Museum mitsamt der interessanten stadtgeschichtlichen Sammlung zu gewähren“, heißt es im Antrag der BU.

Würde der Eintritt nur am Sonntag kostenlos sein, würde dies dazu führen, dass die Besucherzahlen an den Wochentagen nochmals sinken. „Wir sind überzeugt, dass ein freier Eintritt in das Museum bei entsprechender Werbung deutlich mehr Besucher locken würde“, sagt Vogt.

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