Buch-Café: Kein Erfolg bei städtischen Aufträgen

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Ratingen. Das Team vom Buch-Café Peter und Paula bereitet sich auf das jährliche Sommergeschäft vor: das Liefern von Schulbüchern. Seit vielen Jahren beteiligen sich Anne Gansen, Lotta und Bernhard Schultz mit ihrem Familienbetrieb an europaweiten Ausschreibungen. In Ratingen sind die Ratinger aber noch zum Zuge gekommen.

In diesem Jahr liefert das Buch-Café nach Bielefeld und Wuppertal. In Bielefeld werden drei Gymnasien die Schulbücher vom Buch-Café bekommen, in Wuppertal eine Realschule, ein Weiterbildungskolleg, eine Förderschule, ein Berufskolleg und sechs Grundschulen.

In der Regel beschränkt sich die Ratinger Buchhandlung bei ihren Bewerbungen auf Städte in Nordrhein-Westfalen. Allerdings gelang es auch schon Aufträge in Hamburg und München zu ergattern.

Leider ist es den Ratinger Buchhändlern, deren Betrieb in der Grütstraße ansässig ist, noch nie gelungen, bei der Ausschreibung in Ratingen das Los für die Lieferung zu ziehen.

„Hier stellt sich natürlich die Frage, was dieses Ausschreibungsverfahren überhaupt soll und wie es funktioniert“, sagt Bernhard Schultz.

Vor einigen Jahren wurde für die EU der Beschluss gefasst, dass öffentliche Aufträge ab einer bestimmten Größe europaweit öffentlich ausgeschrieben werden müssen. Meist bekommt dann der beste oder preiswerteste Anbieter den Auftrag.

Das ist bei Büchern aber nicht möglich, da aufgrund der in Deutschland geltenden Preisbindung die Preise für neue Bücher festgelegt und überall gleich sind. Deshalb sind immer alle eingehenden Angebote gleich und die Gewinner der Aufträge werden ausgelost. Und da hat das Buch-Café wegen der Vielzahl der Bewerber in Ratingen noch kein Glück gehabt. So wurde die Stadt Ratingen in den vergangenen zwei Jahren von Lieferanten aus Berlin, Hamburg und Düren beglückt.

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