BU: Rettungsfonds für Kleinbetriebe, Künstler und Vereine

Werbung

Ratingen. Die Bürger-Union will finanziell notleidende Kleinbetriebe, freischaffende Künstler und Vereine zu unterstützen. Dafür soll die Stadt Ratingen einen kommunalen Rettungsfonds von einer Million Euro auflegen.

„Als dringend notwendige Ergänzung zu den Finanzhilfen des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen hält unsere Fraktion es für geboten, gerade kleinen Betrieben finanziell unter die Arme zu greifen“, begründet BU-Fraktionsvorsitzender Rainer Vogt.

Insbesondere die ausgelobten Kredite führen für die Anspruchsberechtigten zwar zu einer kurzfristigen Verbesserung der Liquidität, müssen aber, wenn auch zinslos oder zinsgünstig, mittelfristig zurückgezahlt werden. Dies wird gerade von kleineren Betrieben nicht zu stemmen sein, heißt es in einem Antrag der Ratinger Wählervereinigung. Der Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) rechnet in seiner Prognose, die die aktuellen Fördermittel bereits berücksichtigt, mit einer Pleitewelle von 70.000 Betrieben bis zum Ende des Jahres 2020. Dies würde für Ratingen etwa 80 Insolvenzen bedeuten, erklärt Vogt!

Viele Dienstleister, gerade in der Gastronomie, haben im Gegensatz zum stationären Einzelhandel bislang überhaupt keine Perspektive auf eine Wiedereröffnung ihrer Betriebe. Dieser Zustand wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach in den nächsten Wochen nicht grundlegend ändern und die Einschränkungen wohl noch monatelang andauern!

„Die Fraktion der Bürger-Union möchte mit ihrem Antrag dazu beitragen, dass über Jahrzehnte gewachsene Strukturen im Bereich Sport, Kultur, Gastronomie und Einzelhandel nicht durch  eine beispiellose Krisensituation, wie der Corona-Pandemie, zerbrechen und erst in jahrelanger Arbeit wieder neu aufgebaut werden müssen“, heißt es in dem Antrag an den Stadtrat.

Werbung